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RIM gibt für Cloud-Services 100 Millionen US-Dollar aus

RIM gibt für das irische Unternehmen Newbay Software 100 Millionen US-Dollar aus, um künftig eigene Cloud-Dienste anbieten zu können. Zu den Kunden von Newbay Software gehören die Deutsche Telekom und Telefónica O2.

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RIMs CO-CEO Mike Lazaridis
RIMs CO-CEO Mike Lazaridis (Bild: Mario Tama/Getty Images)

Research In Motion (RIM) hat Newbay Software für rund 100 Millionen US-Dollar gekauft. Das berichtet das Blog des Wall Street Journals All Things Digital aus unternehmensnahen Kreisen. Research In Motion hat die Übernahme bestätigt, aber nicht den Kaufpreis für das irische Privatunternehmen.

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Newbay mit Sitz in Dublin zählt die Mobilfunkbetreiber Deutsche Telekom, Telefónica O2, France Télécom Orange, U.S. Cellular, AT&T, Telstra, Verizon und den Hersteller LG Electronics zu seinen Kunden. LG Electronics vorinstalliert Software von Newbay auf seinen mobilen Geräten. Das bekannteste Produkt ist die Software Newbay Lifecache, die in der Cloud das Speichern von Statusmeldungen für soziale Netzwerke, Fotos, Videos und Benachrichtigungen für Mobilfunknutzer erlaubt. Die Nutzerbasis soll laut Unternehmensangaben bei 80 Millionen liegen. Newbay wurde 2002 gegründet und zählt Balderton Capital und Fidelity Growth Partners zu den Investoren.

Die Tageszeitung Irish Times berichtet, dass die Gründer von Newbay zuvor bei Baltimore Technologies gearbeitet hatten. Die letzten veröffentlichten Geschäftszahlen sind aus dem Jahr 2009, als Newbay einen Umsatz von 18 Millionen Euro und einen Verlust von 2,7 Millionen Euro verzeichnete. Das Unternehmen hat am Hauptsitz in Dublin derzeit 200 Beschäftigte.

Research In Motion wird noch einige Zeit für die Integration von Newbay Software brauchen, während Konkurrenzprodukte wie Apples iCloud und Amazons Cloud Drive bereits gestartet sind. Der Blackberry-Hersteller steht massiv unter Druck von Apples iPhone und iPad und verzeichnete im vergangenen Quartal einen Gewinneinbruch von 796 Millionen US-Dollar auf 329 Millionen US-Dollar. Der Umsatz gab um 10 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar nach. Blackberry-Smartphones fanden weniger Käufer und der Absatz des Tablets Playbook war enttäuschend.



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