Abo
  • Services:

Startparameter

Schnelleres Textur-Streaming bei Rage

Mit drei inzwischen auch von Bethesda empfohlenen Startparametern lässt sich das störende Textur-Streaming beim id-Shooter Rage stark verringern. Einen Patch, der das Problem endgültig löst, soll es auch bald geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Vergleich mit und ohne Startparameter
Vergleich mit und ohne Startparameter (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Seit der US-Veröffentlichung von Rage leidet das Spiel in der PC-Version an einem generellen technischen Problem: Die Texturen werden auf vielen Rechnern erst dann auf die 3D-Objekte gezeichnet, wenn der Spieler sie schon einige Sekunden im Blick hat. Auch neue Treiber helfen dabei nur wenig.

Stellenmarkt
  1. Württembergische Versicherung AG, Stuttgart
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach

Das ist nicht nur unschön, sondern lenkt auch vom Spielgeschehen ab und ist dadurch vor allem in Multiplayer-Partien ein Nachteil. Da das Spiel zudem kein eigenes Grafiksetup bietet, sondern nur durch eine eigens zu erstellende Konfigurationsdatei angepasst werden kann, ist eine einfache Abhilfe nicht möglich.

Ein Workaround, der zumindest die schlimmsten Streamingeffekte lindert, wird inzwischen aber auch von Bethesda unterstützt. Dazu muss der Eintrag "Rage" in der Steam-Bibliothek rechts angeklickt werden. Es erscheint ein Menü, in dem "Eigenschaften" ausgewählt wird, danach ist ein Klick auf "Start-Optionen festlegen" nötig. In einem neuen Fenster müssen dann die Befehle eingegeben werden, und zwar so wie hier dargestellt und nur durch Leerzeichen getrennt:

+vt_pageImageSizeUnique 8192 +vt_pageImageSizeUniqueDiffuseOnly 8192 +vt_pageImageSizeUniqueDiffuseOnly2 8192

Dadurch wird, zumindest in der Theorie, der Cache des Spiels für Texturen vergrößert. Auf unserem Testsystem mit 12 GByte Hauptspeicher belegte Rage aber auch damit nie auch nur annähernd 8 GByte, sondern blieb bei Werten zwischen 600 MByte und 1,2 GByte, ebenso wie ohne die Parameter. Als Grafikkarte diente eine Radeon HD 6950 mit 2 GByte, als CPU der Quad-Core Intel Core i7 870, der per Hyperthreading acht Threads verarbeiten kann.

Zusammen mit dem Rage-Performance-Driver von AMD und den Startparametern nahm auf diesem System der Störfaktor des Textur-Streamings deutlich ab. Zwar kann es je nach Szene immer noch einige Zehntelsekunden bis zu einer Sekunde dauern, bis die Pixeltapeten angebracht sind - aber die vorher üblichen 2-3 Sekunden braucht das Spiel nicht mehr.

GPU Transcoding nur mit Nvidia-Grafikkarten

Auf Rechnern mit Nvidia-Grafikkarten ist der Effekt sogar nur noch wahrnehmbar, wenn bewusst darauf geachtet wird. Das liegt daran, dass id seine "GPU Transcoding" genannte Funktion nur für GPUs von Nvidia anbietet, dann taucht sie auch im spärlichen Grafikmenü auf. Dabei soll es sich laut Bethesda um eine Behandlung der Texturen durch Programme auf der GPU handeln - warum diese Routinen nicht auch für AMD-GPUs erstellt wurden, ist nicht bekannt.

Die automatische Anpassung des Spiels an die vermeintliche Leistung des Rechners - die nach unseren Erfahrungen durch Rage bei AMD-Grafikkarten stark unterschätzt wird - lässt sich auch noch weiter beeinflussen. Dazu hat Bethesda in seinem Forum weitere Startparameter bestätigt, die unter anderem bei Rechnern mit schwächeren CPUs helfen sollen. Einen Dual-Core bezeichnet der Publisher dabei schon als "Prozessor mit sehr wenigen Kernen". Die erweiterten Parameter werden genau wie die oben genannten drei Werte eingetragen. Die von Bethesda beschrieben Leistungsverluste konnten wir auf dem Testsystem bei 1.920 x 1.080 Pixeln und 4 x AA nicht nachvollziehen.

Insbesondere für Besitzer von AMD-Grafikkarten ist das alles aber noch keine befriedigende Lösung. Daher hat Bethesda an anderer Stelle, nämlich in seinem Blog, auch schon einen Patch für Rage angekündigt, der das Textur-Streaming und weitere Grafikprobleme lindern soll. Ebenso soll es ein umfangreicheres Grafiksetup im Spiel selbst geben. Einen Termin für diesen Patch nannte Bethesda aber bisher noch nicht.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)
  2. 4,25€

mic1982 11. Okt 2011

Hab das Game nun seit gestern auch. Und ja, leider tritt das ebenso auf. Manchmal nervt...

nille02 11. Okt 2011

Haben sie nicht. Als das Spiel raus kam und man von den ersten problemen hörte war die...

froschke 10. Okt 2011

deswegen gibt es eine "optimierte" version als low budget titel quelle z.b. hier: http...

gorsch 09. Okt 2011

Achja? Das wäre ein Ausnahmefall, würde ich aber nicht ausschließen. Zwischen der 460...

klink 09. Okt 2011

wohl eher über die Leber geruckelt. :D


Folgen Sie uns
       


Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live

Wir zeigen uns enttäuscht von fehlenden Infos zu Metroid 4, erfreut vom neuen Super Smash und entzückt vom neuen Fire Emblem.

Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live Video aufrufen
KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  2. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden
  3. KI-Bundesverband Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

Blackberry Key2 im Test: Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen
Blackberry Key2 im Test
Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen

Zwei Hauptkameras, 32 Tasten und viele Probleme: Beim Blackberry Key2 ist vieles besser als beim Keyone, unfertige Software macht dem neuen Tastatur-Smartphone aber zu schaffen. Im Testbericht verraten wir, was uns gut und was uns gar nicht gefallen hat.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Blackberry Key2 im Hands On Smartphone bringt verbesserte Tastatur und eine Dual-Kamera
  2. Blackberry Motion im Test Langläufer ohne Glanz

Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

    •  /