Grüne: Filesharing legalisieren und DRM verbieten

Die Fraktion der Grünen im Europaparlament hat ein Positionspapier zum Thema Urheberrecht veröffentlicht. Darin fordert sie unter anderem, dass der Tausch von Werken zu nichtkommerziellen Zwecken erlaubt werden soll: "Peer-to-Peer Filesharing ist ein Beispiel der Aktivitäten, die legal sein sollten" , heißt es in dem Papier(öffnet im neuen Fenster) , das Torrentfreak ins Netz gestellt hat(öffnet im neuen Fenster) .
Für den Fall, dass dies dazu führe, dass weniger Kulturgüter produziert werden, soll eine Content-Flatrate oder eine ähnliche Abgabe für Breitbandnutzer vorgesehen werden. Allerdings dürften solche Systeme die Privatsphäre der Internetnutzer nicht verletzen und der Verteilungsschlüssel sollte arme und am Anfang ihrer Karriere stehende Künstler bevorzugen.
Die Umgehung von DRM-Systemen sollte ebenfalls legal sein, aber auch ein Verbot solcher Kopierschutzsysteme sollte erwogen werden. Es sei nicht sinnvoll, ein ausgeglichenes Urheberrecht zu beschließen, wenn die Rechte der Nutzer von multinationalen Konzernen ausgehebelt werden könnten.
Die Schutzfristen für Kreative wollen die Grünen deutlich verkürzen und schlagen eine Schutzfrist von 20 Jahren nach Veröffentlichung vor. Schutzfristen, die heute zum Teil bis zu 70 Jahre nach dem Tod reichen, seien absurd.
Dabei soll zunächst nur eine Schutzfrist von 5 Jahren gelten, die sich nur dann verlängert, wenn die Rechteinhaber dies beantragen. So soll die Zahl der verwaisten Werke reduziert werden. Zudem sollen die Restriktionen für Remixe gelockert werden.



