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Call of Duty

"Action, die nichts mit der echten Welt zu tun hat"

Die Attentate von Norwegen, neue Technologie und die seltsam verworrenen Handlungen von Call of Duty - darüber hat Golem.de mit Robert Bowling gesprochen, der als Kreativchef bei Infinity Ward unter anderem für Modern Warfare 3 zuständig ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Call of Duty: Modern Warfare 3
Call of Duty: Modern Warfare 3 (Bild: Activision)

"Auch unsere erste Reaktion war, dass das eine fürchterliche Tragödie ist", äußert sich Robert Bowling von Infinity Ward im Gespräch mit Golem.de über die Anschläge von Norwegen - der Attentäter hatte Call of Duty als Trainingssimulator bezeichnet. "Aber letztlich ist das, was wir machen, schlicht fiktionale Unterhaltung", geht Bowling auf Distanz.

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"Aus militärischer Sicht ist Call of Duty bei der Ausrüstung und den Taktiken sehr authentisch, aber das Szenario ist völlig jenseits dieser Welt", den Entwicklern gehe es um große, epische Blockbuster-Momente wie im Kino. "Darauf konzentrieren wir uns: Action und Abenteuer, die nichts mit Vorgängen in der echten Welt zu tun haben", so Bowling.

Auch Modern Warfare 3 will den Spieler als Elitesoldat wieder in Kampfeinsätze in aller Welt schicken. Besonders die globalen Metropolen stehen im Mittelpunkt: Neben New York wird es auch nach London, Paris und Berlin gehen. Bowling war selbst in Berlin und hat sich vor Ort umgesehen. Das Team hat sich aber auch aus allen anderen möglichen Quellen bedient, etwa Fotos und Videos, damit die Stadt sofort erkennbar ist.

Soweit das Spiel bislang zu sehen war, ist die Grafik wieder schick, aber sie basiert erkennbar auf der bereits in den Vorgängern verwendeten Engine - die allerdings stark erweitert und fortentwickelt wurde. Von einem grundlegend neuen Grundgerüst für die Reihe hält Bowling wenig: "Wir haben großartige Programmierer in unserem Team, aber wir brauchen keine überflüssige Arbeit." Und genau das sei eine neue Engine - solange es keinen echten Grund gibt, sie zu entwickeln, reiche die bewährte Technologie aus. "Unsere Spiele sind ausgereift, weil wir die Zeit gezielt einsetzen", meint Bowling. Das gelte auch für die absehbare Zukunft: "Erst wenn Modern Warfare 3 fertiggestellt ist, überlegen wir, in welche Richtung es weitergehen soll, und ob wir neue Technik brauchen. Wenn ja, dann bauen wir sie ein."

Auch zu den oft verworrenen Handlungen der Reihe hat sich Bowling geäußert. Im ersten Modern Warfare - also Call of Duty 4 - sei die Story noch sehr traditionell erzählt worden, aber "Modern Warfare 2 war total verrückt", findet er. Was in Modern Warfare 3 geschieht, soll aber jeder Spieler nachvollziehen können, gerade weil viele bekannte Handlungsstränge zusammengeführt werden. Aber eines ist trotzdem klar für Bowling: "Gameplay ist immer das Wichtigste."



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irata 08. Okt 2011

Schade, ich war schon in der Hoffnung, du hättest ein paar günstige Teufel im Angebot ;-)

Graf Zeppelin 08. Okt 2011

In einigen Statements habe ich gelesen dass viele von uns sehnlich auf die nächste...

Deine L-Tan 07. Okt 2011

Für mich hat sich das Thema CoD erledigt. Besonders was den MP angeht. Dadurch, dass...

debattierer 07. Okt 2011

Leute greift doch zu realistischeren Shootern wie Red Orchestra 2. Ich hab mal die neuen...

ID51248 07. Okt 2011

Google kennt die Antwort: probier mal "Amoklauf Norwegen".


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