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Oracle bringt Dtrace zu Linux

Die Analysesoftware Dtrace wird von Oracle auf Linux portiert. Der Konflikt zwischen den Lizenzen CDDL und GPLv2 könnte die Aufnahme in den Linux-Kernel jedoch verhindern.

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Oracle möchte Dtrace auf Linux portieren.
Oracle möchte Dtrace auf Linux portieren. (Bild: Peter Kaminski/Flickr.com/CC-BY-SA-2.0)

Oracle möchte die aus Solaris bekannte Analysesoftware Dtrace, kurz für Dynamic Tracing Facility, in ihren Unbreakable Enterprise Kernel 2 einbauen. Das gab das Unternehmen im Rahmen der Konferenz Openworld bekannt, berichtet unter anderem The Register.

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Das britische Nachrichtenmagazin beruft sich dabei auf eine Folie der Präsentation von Oracle Chief Corporate Architect Edward Screven. Die Software soll dann wahrscheinlich zusammen mit Oracle Enterprise Linux (OEL) vertrieben werden.

Wie genau sich Oracle die Portierung von Dtrace vorstellt, ist jedoch nicht bekannt. Und auch Adam Leventhal, dem Erfinder von Dtrace, sind wenige Details bekannt. Leventhal schreibt in seinem Blog unter Bezug auf den OEL-Produktmanager Sergio Leunissen, dass lediglich die Kernelkomponenten portiert werden würden. Leventhal zufolge sind sich auch Oracle-Mitarbeiter "unsicher darüber, was bekanntgegeben worden" sei. Selbst das Solaris-Team sei vollkommen von der Ankündigung überrascht worden.

Lizenzkonflikt von CDDL und GPLv2

Auch wenn technische Details noch unbekannt sind, verweist Leventhal auf einen anderen interessanten Fakt: die Lizenzproblematik. Da die CDDL als inkompatibel zur GPLv2 angesehen wird, wird die Verwendung von Dtrace im Linux-Kernel schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Ein Weg, dieser Problematik zu entkommen, wäre die Doppellizenzierung einiger Bestandteile, sofern Oracle die Rechte daran hält.

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Da große Teile von Dtrace jedoch weiterhin unter der CDDL veröffentlicht werden sollen, könnte sich daraus ein Alleinstellungsmerkmal von Oracle ergeben, vermutet Leventhal. Denn er glaubt, andere Linux-Distributoren werden einen großen Bogen um CDDL-Software machen.

Zusätzlich zu Dtrace soll auch die ebenfalls aus Solaris stammende Anwendung Zones auf Linux portiert werden. Vor diesem Hintergrund lässt sich darüber spekulieren, ob Oracle in naher Zukunft auch die Unterstützung des Dateisystems ZFS für Linux zur Verfügung stellen wird.

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