Abo
  • IT-Karriere:

Linux

Kernel 3.1 erhält NFC-Subsystem

Mit deutlicher Verspätung hat Linus Torvalds den Linux-Kernel 3.1 freigegeben. Er erhält ein Subsystem für Near Field Communication (NFC). Außerdem haben die Kernel-Hacker diverse Verbesserungen an der Virtualisierung eingearbeitet.

Artikel veröffentlicht am ,
Der verspätetet Linux-Kernel 3.1 erhält die Unterstützung für NFC.
Der verspätetet Linux-Kernel 3.1 erhält die Unterstützung für NFC. (Bild: Su Neko/CC BY 2.0)

Einige Wochen später als geplant ist der Linux-Kernel 3.1 erschienen. Er war für Anfang bis Mitte September erwartet worden, die Freigabe verzögerte sich aufgrund eines Einbruchs auf die Server der Webseite Kernel.org. Wesentliche Änderungen haben die Kernel-Hacker bei der Virtualisierung und im Virtual File System (VFS) vorgenommen. Außerdem hat Linux 3.1 ein NFC-Subsystem und zahlreiche neue WLAN-Treiber.

Kernel.org gehackt

Inhalt:
  1. Linux: Kernel 3.1 erhält NFC-Subsystem
  2. Mehr Virtuelles
  3. Dateisysteme
  4. Systemkomponenten
  5. Netzwerk und Treiber

Der Einbruch auf Kernel.org erfolgte über einen gestohlenen SSH-Schlüssel von einem der Kernel-Hacker. Angreifer hatten sich darüber Zugang zu den Servern verschafft und weitere SSH-Schlüssel entwendet. Den Administratoren blieb nichts anderes übrig, als die Server komplett vom Netz zu nehmen und neu aufzusetzen. Als Konsequenz sind künftig Shell-Zugänge über SSH nicht mehr möglich. Stattdessen müssen Kernel-Entwickler künftig Gitolite verwenden, um ihre Änderungen in den Sourcecode einzubauen.

Nach und nach wurden neue Schlüssel an die Entwickler verteilt und Backups des Quellcodes der verschiedenen Kernel-Versionen eingespielt. Jeder Kernel-Entwickler hat eine Kopie des Quellcodes auf seinem lokalen Rechner. Dass der Sourcecode der Linux-Kernel verändert wurde, ist unwahrscheinlich. Denn Git-Dateien werden über einen SHA-1-Hashwert überprüft und zusätzlich wird der gesamte Quellcode eines Entwicklungszweigs gehasht. Da mehrere tausend Entwickler häufig mehrmals täglich ihre Quellen überprüfen und mit dem Kernel.org-Repository vergleichen, würde veränderter Code sofort auffallen. Kernel-Hacker Jonathan Corbet sagt: "Wenn wir sagen, der Quellcode auf Kernel.org wurde nicht kompromittiert, wissen wir es auch wirklich."

Datentausch per NFC

Der Kernel 3.1 erhält ein Subsystem für den Datenübertragungsstandard Near Field Communication (NFC). Das NFC-Subsystem stellt eine Schnittstelle für diverse Treiber zur Verfügung, kümmert sich um die Datenübertragung und hat auch eine Schnittstelle für die Userspace-Anwendungen.

Stellenmarkt
  1. Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  2. Hays AG, südliches Bayern

Für die Opensource-CPU Openrisc bringt Kernel 3.1 ebenfalls Unterstützung. Das Hardwaredesign für die Prozessorfamilie Openrisc 1000 ist unter der LGPL veröffentlicht und beschreibt den Grundriss für Risc-basierte CPUs in 32- und 64-Bit-Versionen samt FPU. Die Modelle und die Firmware für die CPUs stehen unter der GPL.

Mehr Virtuelles 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. For Honor für 11,50€, Anno 1404 Königsedition für 3,74€, Anno 2070 Königsedition...
  2. (u. a. Total war - Three Kingdoms für 35,99€, Command & Conquer - The Ultimate Collection für 4...

samy 24. Okt 2011

wenn es darum geht offene Standards umzusetzen. USB 3.0 wurde auch schon lange vor...

tilmank 24. Okt 2011

Dass das schon eine zeitlang möglich ist, habe ich vor Monaten in einem Video gesehen...

msi 24. Okt 2011

@golem die aktuelle version kann momentan via github bezogen werden. kernel.org wird...

Satan 24. Okt 2011

äh, ich meine natürlich auch 3.0.7.


Folgen Sie uns
       


Seasonic TX-700 Fanless und The First - Hands on (Computex 2019)

Das Prime TX-700 Fanless vo Seasonic ist das derzeit stärkste passiv gekühlte Netzteil am Markt. Die kompaktere Variante namens PX-500 wiederum passt in das The First von Monsterlabo, ein Gehäuse, um 200-Watt-Komponenten passiv zu kühlen.

Seasonic TX-700 Fanless und The First - Hands on (Computex 2019) Video aufrufen
Dr. Mario World im Test: Spielspaß für Privatpatienten
Dr. Mario World im Test
Spielspaß für Privatpatienten

Schlimm süchtig machendes Gameplay, zuckersüße Grafik im typischen Nintendo-Stil und wunderbare Dudelmusik: Der Kampf von Dr. Mario World gegen böse Viren ist ein Mobile Game vom Feinsten - allerdings nur für Spieler mit gesunden Nerven oder tiefen Taschen.
Von Peter Steinlechner

  1. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß
  2. Mobile-Games-Auslese Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
  3. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung

Radeon RX 5700 (XT) im Test: AMDs günstige Navi-Karten sind auch super
Radeon RX 5700 (XT) im Test
AMDs günstige Navi-Karten sind auch super

Die Radeon RX 5700 (XT) liefern nach einer Preissenkung vor dem Launch eine gute Leistung ab: Wer auf Hardware-Raytracing verzichten kann, erhält zwei empfehlenswerte Navi-Grafikkarten. Bei der Energie-Effizienz hapert es aber trotz moderner 7-nm-Technik immer noch etwas.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Radeon RX 5700 (XT) AMD senkt Navi-Preise noch vor Launch
  2. AMD Freier Navi-Treiber in Mesa eingepflegt
  3. AMDGPU AMD veröffentlicht Linux-Treiber für Navi

Wizards Unite im Test: Harry Potter Go mit Startschwierigkeiten
Wizards Unite im Test
Harry Potter Go mit Startschwierigkeiten

Der ganz große Erfolg ist das in der Welt von Harry Potter angesiedelte Wizards Unite bislang nicht. Das dürfte mit dem etwas zähen Einstieg zusammenhängen - Muggel mit Durchhaltevermögen werden auf den Straßen dieser Welt aber durchaus mit Spielspaß belohnt.
Von Peter Steinlechner

  1. Pokémon Go mit Harry Potter Magische Handy-Jagd auf Dementoren

    •  /