Abo
  • IT-Karriere:

Breitbandnetze

EU-Kommission will Ausbau der Glasfasernetze beschleunigen

EU-Kommissarin Neelie Kroes geht der Ausbau der Glasfasernetze in der Europäischen Union zu langsam voran. Mit einer Politik von Anreizen und Auflagen will die Kommissarin der Glasfasertechnologie zum Durchbruch verhelfen.

Artikel veröffentlicht am ,
EU-Kommissarin Neelie Kroes
EU-Kommissarin Neelie Kroes (Bild: Francois Lenoir/Reuters)

EU-Kommissarin Neelie Kroes will den Ausbau der europäischen Breitbandnetze vorantreiben. Statt weiter teuer alte Kupferleitungen zu vermieten, sollen die großen Telekomkonzerne mehr in moderne Glasfasernetze investieren. Dafür will die für die digitale Agenda zuständige Kommissarin Kroes eine Gebührensenkung für die Überlassung der Kupferleitungen verordnen. Ausgenommen werden sollen teilweise jene Telekomunternehmen, die "sich glaubhaft zu Investitionen in Glasfasernetzwerke in einem relevanten Zeitrahmen verpflichten". Das erklärte Kroes auf dem Gipfel ETNO Financial Times 2011 CEO in Brüssel.

Stellenmarkt
  1. Deloitte, verschiedene Standorte
  2. Technische Universität München, München

Die "Netzwerke der nächsten Generation" sollen nach Vorstellung von Kroes die "bandbreitenhungrigen Dienste und Anwendungen liefern, die künftiges Wachstum antreiben". Der Ausbau der modernen Netze stocke allerdings, weil diese mit dem existierenden Kupferleitungsnetzwerk konkurrieren müssten. Die Preise für die Kupferleitungen würden "eine Schlüsselrolle für Investitionsentscheidungen bei Glasfasernetzen spielen".

Konkurrenten der großen, ehemals staatlichen Telekomunternehmen beschweren sich immer wieder über zu hohe Gebühren für die Überlassung von Kupferleitungsanschlüssen. Die damit von den Telekom-Giganten erzielten Profite würden den teuren Ausbau konkurrierender Glasfasernetze unattraktiv machen. Die großen Telekomunternehmen argumentieren dagegen. Sie behaupten, nur hohe, möglichst gesetzlich geschützte Profite aus dem Geschäft mit den Kupferleitungen würden ihnen das nötige Kapital für Investitionen in den Glasfaserausbau liefern.

Unternehmen wie die spanische Telefónica, Telecom Italia und France Télécom sind von den Ideen der EU-Kommissarin nicht begeistert. Der Chef der Telecom Italia, Franco Bernabe, hält Kroes' Idee für "einfach verrückt". Auf der Brüsseler Konferenz beschrieb er seine Vorstellungen von der richtigen Vorgehensweise so: "Wir brauchen niedrigere Steuern, weniger Regulation, ein gutes operatives Umfeld und mehr Profite."

Neben der Anbieterseite hat Kroes auch die Nachfrageseite im Blick: "Wir müssen sicherstellen, dass die europäischen Verbraucher Zugang zu interessanten Inhalten haben - nicht nur zu Unterhaltungsangeboten, sondern auch zu Bildung, E-Health, E-Government, E-Banking und vielem mehr." Dabei müsse sichergestellt werden, dass die Verbraucher nicht durch Sicherheitsbedenken von der Inanspruchnahme der Angebote abgehalten würden. Kroes werde deshalb alles Notwendige unternehmen, um das Vertrauen zu verbessern, "einschließlich Initiativen zum Datenschutz, zur Sicherheit von Kindern und zur Internetsicherheit".

Noch stehen die Vorstellungen von Neelie Kroes nicht unmittelbar vor der Umsetzung. Die EU-Kommissarin setzt auf Dialog und Umfragen, um den Stand der Dinge zu ermitteln. Basierend auf "Fakten und Zahlen" will sie dann entscheiden, wie gehandelt werden soll.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 199,90€

MasterKeule 08. Okt 2011

Toll... jetzt noch mit Kommata und man kann vielleicht sogar verstehen, was du erzählen...

Das_kecks 07. Okt 2011

Also ich gehöre zu denen die gerade mal eine 1500er leitung haben, sprich max. Download...

XeniosZeus 07. Okt 2011

Ich gebe dir recht, dass gewisse staatliche Stellen überaus große Probleme mit der...

elgooG 07. Okt 2011

Wie verträgt sich das mit dem aktuellen Kurs hin zu Internetsperren geschweige den ACTA...


Folgen Sie uns
       


Raspberry Pi 4B - Test

Der Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuem Pi-Modell trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.

Raspberry Pi 4B - Test Video aufrufen
Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Himo C16 Xiaomi bringt E-Mofa mit zwei Sitzplätzen für rund 330 Euro
  2. ADAC-Test Hohe Zusatzkosten bei teuren Wallboxen möglich
  3. Elektroroller E-Scooter sollen in Berlin nicht mehr auf Gehwegen parken

Zephyrus G GA502 im Test: Das Gaming-Notebook, das auch zum Arbeiten taugt
Zephyrus G GA502 im Test
Das Gaming-Notebook, das auch zum Arbeiten taugt

Mit AMDs Ryzen 7 und Nvidia-GPU ist das Zephyrus G GA502 ein klares Gaming-Gerät. Überraschenderweise eignet es sich aber auch als mobiles Office-Notebook. Das liegt an der beeindruckenden Akkulaufzeit.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Vivobook (X403) Asus packt 72-Wh-Akku in günstigen 14-Zöller
  2. ROG Swift PG35VQ Asus' 35-Zoll-Display nutzt 200 Hz, HDR und G-Sync
  3. ROG Gaming Phone II Asus plant neue Version seines Gaming-Smartphones

Erdbeobachtung: Satelliten im Dienst der erneuerbaren Energien
Erdbeobachtung
Satelliten im Dienst der erneuerbaren Energien

Von oben ist der Blick auf die Erde am besten. Satelliten werden deshalb für die Energiewende eingesetzt: Mit ihnen lassen sich beispielsweise die Standorte für Windkraftwerke oder Solaranlagen bestimmen sowie deren Ertrag prognostizieren.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Rocketlab Kleine Rakete wird wiederverwendbar und trotzdem teurer
  2. Space Data Highway Esa bereitet Laser-Kommunikationsstation für den Start vor
  3. Iridium Certus Satelliten-Breitbandnetz startet mit 350 bis 700 KBit/s

    •  /