Kingston: SSDs mit Sandforce-Controller für Unternehmen
Bis zu 555 Megabyte pro Sekunde soll die Serie SSDNow KC100 beim Lesen erreichen, beim Schreiben sind es nach Kingstons Angaben bis zu 510 MByte /s. Das gilt aber nur für die Modelle mit 120 und 240 GByte Kapazität, die SSD mit 480 GByte ist mit 540 und 450 MByte/s beim Lesen oder Schreiben etwas langsamer, weil mehr Flashbausteine verwaltet werden müssen. Alle Werte beziehen sich auf den Anschluss des Laufwerks an einen SATA-Port mit 6 GBit/s, an Ports mit 3 GBit/s kommen die SSDs höchstens auf 280 und 260 MByte/s.
Kingston versteht die Geräte vor allem als ein Upgrade für bestehende Rechner. Daher gibt es sie nicht nur einzeln, sondern auch in einem Bundle mit einem USB-Gehäuse und Cloning-Software. Die SSD wird zuerst in das Gehäuse gesetzt, dann wird ein Klon der Systemfestplatte auf der SSD erstellt. Danach kann die SSD in den Rechner eingebaut werden.
Neben viel Tempo sollen die SSDs durch zwei Funktionen überzeugen: Die integrierte Verschlüsselung auf Ebene des Laufwerks (Full Disc Encryption) mit AES 128 oder AES 256 ist das erste Feature. Kingston zufolge soll die Verschlüsselung keinen Einfluss auf die Übertragungsraten der SSD haben.
Weniger enthusiastisch als der Hersteller dürften viele IT-Mitarbeiter, die einen großen Gerätepark verwalten müssen, die Smart-Funktionen der neuen SSDs sehen. Zwar gibt es kaum Solid-State-Discs, die viele der zahlreichen optionalen Smart-Funktionen unterstützen, aber in der Praxis warnen Smart-Festplatten viel zu spät vor ihrem möglichen Ableben. Immerhin: Die Fernüberwachung wird nun auch mit Administrationstools möglich, die für Massenspeicher nur auf Smart setzen. Auch das Wear-Levelling, also die Abnutzungsverteilung der Flashzellen, lässt sich bei den Kingston-SSDs per Smart auslesen. Kingston gewährt 5 Jahre Garantie.
Die Geräte sind bereits verfügbar, erste Angebote bei Hardwareversendern entsprechen Kingstons Preisempfehlungen. Die SSDNow KC100 kostet einzeln mit 120 GByte rund 250 Euro, mit 240 GByte um 480 Euro und rund 940 Euro sind für 480 GByte gefordert.
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