Programmänderung

Oracle lädt Salesforce.com-Chef aus

Oracle duldet auf seiner Hausmesse Openworld keine Kritiker. Salesforce.com-Chef Marc Benioff darf nicht zum Thema Cloud Computing sprechen, obwohl das Unternehmen 1 Million US-Dollar für die Gelegenheit gezahlt hatte.

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Marc Benioff
Marc Benioff (Bild: Miguel Villagran/Getty Images)

Oracle hat Salesforce.com-Chef Marc Benioff von der Rednerliste seiner Hausmesse Oracle Openworld in San Francisco gestrichen. Benioff gab Oracle-Chef Larry Ellison persönlich die Schuld an der Ausladung. Er twitterte: "Larry hat mich gerade als Hauptredner gestrichen. Es tut mir leid." Er kündigte an, seinen Vortrag dennoch im nahe gelegenen Hotel St. Regis zu halten. "The show must go on! Sorry Larry". Benioff, ein früherer Oracle-Mitarbeiter, erklärte auf Twitter, dass er den Grund für die Streichung seiner Rede aus dem Programm nicht kennen würde.

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Oracle-Sprecherin Deborah Hellinger stellte die Programmänderung als eine Reaktion des Veranstalters darauf dar, dass die Openworld sehr stark besucht sei. "Aufgrund der überwältigend hohen Teilnehmerzahl der Oracle Openworld mussten wir mehrere Änderungen an Programmpunkten vornehmen. Die Salesforce.com-Session wurde auf 8 Uhr am Donnerstag ins Novellus Theatre verlegt." Doch der Donnerstag ist der letzte Messetag, an dem es fast keine Reden mehr im Programm gibt. Der neue Zeitpunkt für die Benioff-Ansprache ist auch nicht im Messeprogramm aktualisiert, doch der bisherige Termin wurde aus dem Programm gestrichen.

Der frühere Oracle-Mitarbeiter Benioff erklärte der New York Times, dass sein Unternehmen 1 Million US-Dollar an Oracle für die Möglichkeit gezahlt hatte, auf der Oracle Openworld sprechen zu dürfen. "Jeder muss bezahlen", sagte Benioff. "Man zahlt rund 1 Million US-Dollar, um ein Redner zu werden. Wir machen das bei unserer Show auch so."

Benioff plante eine Variation seiner Rede zum Thema "falsche Cloud-Lösungen". Offensichtlich wurde er ohne eine gründliche Prüfung des Inhalts von Oracle ins Programm genommen. Ellison fand heraus, dass Benioff erst kürzlich Oracle kritisiert hatte und setzte den Programmpunkt ab.

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Mit dem Ausgang ist Benioff dennoch sehr zufrieden. Er sagte der New York Times: "Dies ist der bestmögliche Ausgang. Wir bekommen kostenlose Werbung, und es ist klar, dass Oracle sich von uns bedrängt fühlt." Die 1 Million Dollar erhalte Salesforce.com zurück.

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