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Bildbearbeitung: Adobe bringt Photoshop auf Android-Tablets

Mobile Apps von Adobe für iOS und Android trugen den Namen Photoshop bislang zu Unrecht, da sie vom Leistungsumfang kaum an das Original heranreichten. Das soll sich nun ändern. Adobe hat gleich sechs Android-Apps angekündigt, darunter eine echte Photoshop-Variante. Die iPad-Version wird erst 2012 erscheinen.
/ Andreas Donath
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Touch-Apps sollen das Tablet erobern. (Bild: Adobe)
Touch-Apps sollen das Tablet erobern. Bild: Adobe

Tabletrechner sind für die Bildbearbeitung ideal, da sie Zeichentablets ähneln und das zu bearbeitende Bild unter dem Stift oder dem Finger darstellen können. Adobe will sich diese Eigenschaft zunutze machen und eine Photoshop-Version für Android-Tablets mit 3.1 veröffentlichen.

Photoshop Touch für Android-Tablets
Photoshop Touch für Android-Tablets (09:18)

Die Adobe-Touch-Apps(öffnet im neuen Fenster) sollen im November 2011 für jeweils 10 US-Dollar Einführungspreis angeboten werden. Die Programme greifen auf das Cloudspeicherangebot von Adobe zu, mit dem die Arbeiten nicht nur mit Kollegen und Freunden geteilt, sondern mit den Desktopprogrammen von Adobe ausgetauscht werden können.

Neben Photoshop Touch hat Adobe auch die Anwendungen Collage, Debut, Ideas, Kuler und Proto für Android-Tablets angekündigt. Die iPad-Versionen sollen nach Angaben von Adobe Anfang 2012 folgen. Adobe-Manager John Nack betonte in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) jedoch, dass der Veröffentlichungsreihenfolge keine besondere Bedeutung beigemessen werden sollte und Adobe derzeit auch an iOS-Apps arbeitet.

Adobe Photoshop Touch(öffnet im neuen Fenster) unterstützt mehrere Ebenen, kann Bildbereiche freistellen und simuliert verschiedene Pinsel, während Adobe Collage(öffnet im neuen Fenster) als einfaches Programm Texte, Fotos und Zeichnungen verbindet, die dann in der Creative Cloud gespeichert und weitergegeben werden können. Eine Direktanbindung an Google und Flickr sorgt für den einfachen Bildimport aus dem Netz.

Adobe Debut(öffnet im neuen Fenster) ist ein Bildbetrachter für zahlreiche Programme der Creative Suite von Adobe. Damit lassen sich auf Android-Tablets Dateien der Programme Photoshop, Indesign und Illustrator öffnen. Das Programm dient als Präsentationsplattform und ermöglicht die Kennzeichnung der Dateien mit Anmerkungen.

Die App Proto(öffnet im neuen Fenster) ermöglicht die Erstellung von Modellentwürfen (Mock-Ups) von Websites und von Apps für Mobilgeräte. Die Entwürfe werden in der Cloud gespeichert und können mit Adobe Dreamweaver weiterverarbeitet werden.

Adobe Ideas(öffnet im neuen Fenster) ist im Gegensatz zu Photoshop ein Vektorzeichenprogramm für Android-Tablets. Auch hier werden Ebenen angeboten. Die Daten lassen sich mit Photoshop und Illustrator austauschen. Als zentrale Speicherdrehscheibe wird dazu Adobes Dienst Creative Cloud eingesetzt.

Mit Kuler bietet Adobe seit Jahren eine Anwendung an, mit der Farbkombinationen entwickelt und mit anderen Anwendern geteilt werden können. Adobe Kuler(öffnet im neuen Fenster) für Android-Tablets kann wie seine Vorgänger auf Grund verschiedener Kombinationsregeln (beispielsweise Komplementärfarben, monochromatischen Tönen und Farbabstufungen) eigene Farbvorschläge machen. Ein Farbrad und darin verankerte Pipetten, die den Regeln entsprechend die Nachbarfarben selektieren, ergänzen das Interface. Die Farbwerte werden in RGB, CMYK, LAB, HSV und hexadezimalen Werten ausgegeben und können in der Adobe Creative Cloud(öffnet im neuen Fenster) gespeichert und veröffentlicht werden.

Welchen Leistungsumfang die entsprechenden iPad-Apps haben werden, gab Adobe bislang nicht bekannt.

Creative Cloud

Die Adobe Creative Cloud bietet Nutzern zum Start 20 GByte Speicherplatz und soll bis Anfang 2012 um weitere Dienste erweitert werden. Neben den neuen Adobe-Touch-Apps soll auch Adobes Creative Suite über den Dienst angeboten werden, einschließlich Photoshop, Indesign, Illustrator, Dreamweaver, Premiere Pro, After Effects und Adobe Edge sowie Muse. Zudem wird Typekit in die Creative Cloud integriert.

Was die Nutzung der Creative Cloud kosten soll, will Adobe erst im November 2011 verraten.


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