Geschäftsbedingungen: Deutsche Verlage mit Kindle Fire gegen iPad
Die deutschen Verleger hoffen, mit dem Amazon-Tablet Kindle Fire die Vorherrschaft des iPads zu beenden. Das sagten Vertreter des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) und des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) der Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster). "Was uns stört, ist, dass Apple die Geschäftsbedingungen diktiert", sagte Hans-Joachim Fuhrmann von der Geschäftsführung des BDZV.
Apple verlangt für In-App-Verkäufe auf dem iPad eine Umsatzbeteiligung von 30 Prozent. Abonnenten und Käufer sind zudem Kunden von Apple und den Verlagen wird der Zugriff auf die Kundendaten verwehrt. Verlage können jedoch auch auf dem iPad reguläre Webseiten oder Webanwendungen nutzen, auf die Apple keinen Einfluss hat. Die Bildschirmgröße des iPads erlaubt eine Darstellung normaler Webseiten im Browser.
Wolfgang Fürstner vom VDZ sagte der Welt am Sonntag über das Amazon-Tablet: "Nun gibt es nicht nur einen Anbieter mobiler Infrastruktur, sondern einen zweiten starken Mitspieler." Die Stellung der Inhalteanbieter werde damit gestärkt.
Bisher ist das Kindle Fire nur für die USA angekündigt, dort soll das Tablet ab dem 15. November 2011 zum Preis von 199 US-Dollar erhältlich sein. Amazon-Sprecherin Christine Höger sagte Golem.de zum Erscheinungsdatum: "Für den deutschen Markt haben wir keine Ankündigung gemacht. Wie Jeff Bezos sagt: 'Stay tuned' (deutsch: Bleiben Sie dran)".
Das Tablet hat ein kratzfestes 7-Zoll-Multitouch-IPS-Display (1.024 x 600 Pixel), einen Dual-Core-Prozessor, 8 GByte internen Flash-Speicher, WLAN nach 802.11b/g/n, Micro-USB- und Kopfhöreranschluss und soll 8 Stunden Akkulaufzeit bieten. Das Tablet ist 190 x 120 x 11,4 mm groß und wiegt 413 Gramm.
Laut einem unbestätigten Bericht soll ein Kindle Fire mit 10,1-Zoll-Touchscreen noch im Weihnachtsgeschäft 2011 auf den Markt kommen. Die Tablet-Produktion könnte wieder der Auftragshersteller Foxconn übernehmen.
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