Raketenantrieb

Roboterflöhe springen hoch

US-Wissenschaftler haben Mikroroboter entwickelt, die aus dem Stand um das Mehrfache ihrer eigenen Körperhöhe in die Luft springen können. Einer der Roboter hat einen regelrechten Raketenantrieb.

Artikel veröffentlicht am ,
Zwei auf einer Münze: große Sprünge für kleine Roboter
Zwei auf einer Münze: große Sprünge für kleine Roboter (Bild: University of Maryland/Screenshot: Golem.de)

Wissenschaftler der Universität des US-Bundesstaates Maryland in College Park und vom Army Research Laboratory haben springende Miniroboter entwickelt. Sie können das Mehrfache ihrer eigenen Größe überspringen.

Zwei Roboter

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zukunftslabor ubineum (Informatiker, Software-Ingenieur) ... (m/w/d)
    Westsächsische Hochschule Zwickau, Zwickau
  2. Qualitätsingenieur / Softwareentwickler in der Qualitätssicherung (m/w/d)
    Basler AG, Ahrensburg, Mannheim
Detailsuche

Die Wissenschaftler haben zwei verschiedene Robotertypen entwickelt, die auf verschiedene Arten Energie speichern, die sie für den Sprung brauchen. Der kleinere ist etwa vier Millimeter groß und weniger als einen halben Millimeter dick. Er besteht aus zwei Bauteilen, von denen eins die Form eines U, das andere die eines T hat.

Die Teile sind durch Bänder aus einem Elastomer miteinander verbunden, die als Sprungfeder dienen. Gespannt werden sie, indem ein Mensch die Teile mit einer Pinzette zusammendrückt. Lässt er sie los, springt der Roboter rund 30 Zentimeter in die Luft. Künftig wollen die Entwickler die Pinzette durch einen Aktor auf dem Roboter ersetzen, der das Spannen der Federn übernimmt.

Chemische Energie

Der zweite, etwas größere Roboter erinnert von der Form her an einen Käfer mit sechs Beinen. Er verfügt über eine Art Raketenmotor, der den Roboter in die Luft schleudert. Dieser Roboter speichert die für den Sprung nötige Energie in Form chemischer Energie, die blitzschnell in Gas umgewandelt wird. An der Unterseite des Roboters sitzt ein kleiner Chip aus Silizium. In dem Silizium gibt es Nanohohlräume, in denen sich Natriumperchlorat befindet. Wird der Chip durch elektrischen Strom erhitzt, entzündet er sich und schleudert den Roboter in die Luft.

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    07./08.06.2022, Virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Strom kann von außen über ein Kabel zugeführt werden. Mit Kabel kann der Roboter rund 30 Zentimeter hoch fliegen. Er kann aber auch autonom eingesetzt werden: Die benötigte elektrische Energie wird in einem Superkondensator gespeichert. Eine Fotozelle dient als Auslöser: Wird das Licht angemacht, initiiert diese, dass die elektrische Ladung freigesetzt wird und der Roboter springt. Im drahtlosen Modus springt er 8 Zentimeter hoch, was immer noch dem 20fachen seiner Größe entspricht.

Springen und Verwirren

Solche Mikroroboter sind günstig und einfach herzustellen. Eingesetzt werden sollen sie als Schwarm oder in einer Kombination von mehreren, die nacheinander ausgelöst werden. Werden hundert der Roboter mit dem chemischen Antrieb zusammengeschlossen, soll dieses Gebilde gut 60 Meter weit kommen können. Die Roboter sollen zum einen Überwachungs- und Aufklärungsaufgaben übernehmen. Sie können aber auch dazu eingesetzt werden, einen Gegner zu verwirren.

Die Entwickler haben ihre Roboterflöhe auf der International Conference on Intelligent Robots and Systems (IROS) vorgestellt, die am heutigen Freitag in San Francisco zu Ende geht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


__destruct() 07. Okt 2011

Ich kann das Gleiche mit einer Kugelschreiberfeder machen und verlange auch keinen...

Salzbretzel 02. Okt 2011

Also, hier entwickeln Menschen kleine mechanische Teufel die springen können. Und bei der...

Der Kaiser! 02. Okt 2011

So einen Knackfrosch kann man nicht fernsteuern.

Bady89 01. Okt 2011

Was hat das mit nem Robotter zu tuen ? Und der zweite is auch kein Robotter sondern ne...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
"Macht mich einfach wahnsinnig"
Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor einem Jahr ein Elektroauto bei VW bestellt. Und seitdem nichts mehr davon gehört.

Macht mich einfach wahnsinnig: Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW
Artikel
  1. Nancy Faeser: Der wandelnde Fallrückzieher
    Nancy Faeser
    Der wandelnde Fallrückzieher

    Angeblich ist Nancy Faeser Bundesinnenministerin geworden, um sich für den hessischen Landtagswahlkampf zu profilieren. Das merkt man leider.
    Ein IMHO von Friedhelm Greis

  2. Unikate: Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken
    Unikate
    Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken

    Die Deutsche Post begann im Februar 2021, Briefmarken mit Matrixcode zu verkaufen. Nun wurden bereits eine Milliarde Stück verkauft.

  3. Agile Softwareentwicklung: Einfach mal so drauflos programmiert?
    Agile Softwareentwicklung
    Einfach mal so drauflos programmiert?

    Ohne Scrum wäre das nicht passiert, heißt es oft, wenn etwas schiefgeht. Dabei ist es umgekehrt: Ohne agiles Arbeiten geht es nicht mehr. Doch es gibt drei fundamentale Missverständnisse.
    Von Frank Heckel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Xbox Series X bestellbar • Samsung schenkt 19% MwSt. • MindStar (u. a. AMD Ryzen 9 5950X 488€) • Cyber Week: Jetzt alle Deals freigeschaltet • LG OLED TV 77" 62% günstiger: 1.749€ • Bis zu 35% auf MSI • Alternate (u. a. AKRacing Core EX SE Gaming-Stuhl 169€) [Werbung]
    •  /