BCI: Autofahren mit Köpfchen
Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule im schweizerischen Lausanne (Ecole Polytechnique Federale de Lausanne, EPFL) und vom japanischen Autohersteler Nissan entwickeln gemeinsam eine Gehirn-Computer-Schnittstelle (Brain-Computer-Interface, BCI) für Autos. Das System soll den Fahrer unterstützen und so zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen.
Um sich beim Fahren unterstützen zu lassen, setzt der Fahrer ein BCI, auch Datenkappe genannt, auf, das seine Gehirnströme misst. Da er an eine Aktion denkt, bevor er sie durchführt, kann ein Manöver, etwa eine Notbremsung, schneller eingeleitet werden.
Hirn, Augen, Umwelt
Um ein Gerät oder ein Fahrzeug per BCI zu steuern, sei normalerweise ein sehr hoher Grad an Konzentration nötig, schreiben die Forscher. Um das System effizienter zu gestalten, werden deshalb weitere Faktoren einbezogen: Neben der Hirnaktivität misst das System auch die Augenbewegungen des Fahrers. In das Auto integrierte Sensoren erfassen ständig die Umgebung und liefern ihre Daten an das System. Das System wertet die Daten aus und antizipiert, was der Fahrer plant: Will dieser abbiegen, kann das Fahrzeug beispielsweise schon von sich aus abbremsen.
"Die Idee ist, die Intelligenz des Fahrers und die des Autos zusammenzubringen, um Konflikte zwischen den beiden zu vermeiden" , erklärt Projektleiter José del Millán(öffnet im neuen Fenster) von der EPFL. Dadurch werde die Fahrsicherheit erhöht. Ausgangspunkt für das Assistenzsystem ist ein Gedankensteuerungssystem für einen Rollstuhl , das Millán und seine Kollegen entwickelt haben.
Gedankenkommunikation mit Roboterauto
Wissenschaftler in Berlin haben Anfang des Jahres das System Brain Driver(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Das ist eine Gehirn-Computer-Schnittstelle, über die ein Roboterauto mit Gedankenkraft gesteuert werden kann.
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