Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Täuschend echt: Gefälschtes iPhone im Handel

Teilweise aus Originalteilen gefertigte iPhone -Produktfälschungen sind in China aufgetaucht. Laut Polizei sind sie kaum von Original zu unterscheiden. Die gefälschten iPhones sind auch im Internet erhältlich.
/ Achim Sawall
108 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Polizei in Schanghai (Bild: Peter Parks/AFP/Getty Images)
Polizei in Schanghai Bild: Peter Parks/AFP/Getty Images

Die Polizei in Schanghai hat fünf Menschen verhaftet, weil sie gefälschte iPhones produziert und verkauft haben sollen. Das berichtet die Tageszeitung Shanghai Daily(öffnet im neuen Fenster) . "Es ist wirklich schwer für den Kunden, die gefälschten von den echten zu unterscheiden" , sagte ein Polizist der Zeitung, der zuvor mit Apple-Mitarbeitern gesprochen hatte. Über 200 nachgemachte iPhones seien bei der Aktion sichergestellt worden.

Die fünf Menschen seien Teil einer kriminellen Vereinigung gewesen, die Komponenten für die iPhones in Guangdong im Süden des Landes eingekauft hätten. Das falsche iPhone war von nicht autorisierten Händlern und im Internet für 4.000 Yuan (459 Euro) angeboten worden. Die Produktionskosten sollen bei 2.000 Yuan (229 Euro) gelegen haben.

Offenbar hatte die Bande auch Verbindungen zu den Zulieferern von Apple oder zu dem Auftragshersteller Foxconn. Bei den Kernkomponenten wurden auch einige Originalteile in der Produktfälschung gefunden. Die Bauteile könnten aber auch aus dem Ausland importiert worden sein.

Produziert wurde in Wohnungen in Shanghai, in der Nähe des größten Mobiltelefonmarktes der Stadt. Bandenführer Dong soll Jugendliche engagiert haben, die die Smartphones montierten. Auch 5.000 Einzelteile wurden sichergestellt. Der Wert der sichergestellten Waren lag bei 5 Millionen Yuan, gab die Polizei an.

Die Fälschungen sollen die gleichen Funktionen wie das Original-iPhone haben, aber die Akkulaufzeit sei sehr viel kürzer.

Zwei Foxconn-Arbeiter, die die Abmessungen des iPad 2 an Zubehörhersteller verraten haben sollen, wurden im Juni 2011 zu Haftstrafen verurteilt .


Relevante Themen