Firefox für Android: Mozilla untersucht Alternativen zu XUL

Die meisten Android-Applikationen zeigen schon nach 300 Millisekunden ein User Interface. Die Firefox Mobile alias Fennec schafft das nicht, was den Mozilla-Entwicklern Sorgen bereitet. Schließlich wollen Nutzer nicht länger als nötig auf den Start einer Applikation warten.
Dass Fennec deutlich länger braucht, um ein User Interface darzustellen, liege daran, dass das Firefox-UI von dessen Rendering Gecko dargestellt wird, schreibt Fennec-Entwickler Doug Turner(öffnet im neuen Fenster) . Es muss also zunächst Gecko geladen werden, um das mit XUL beschriebene UI zu rendern und anzuzeigen. Und dieser Weg ist eigentlich unnötig komplex für das sehr schlichte UI des mobilen Browsers.
Einige Mozilla-Entwickler, darunter Andreas Gal, Chris Jones und Patrick Walton, haben daher ein einfaches natives Android-Frontend für Firefox entwickelt, das um die mit Gecko gerenderten Webinhalte herum angezeigt wird. Dieses simple native UI startet in unter 300 Millisekunden, so dass Nutzer sehr schnell ein vertrautes User Interface sehen, in das sie eine URL eingeben können. Gecko wird dabei im Hintergrund geladen.
Allerdings hat der Ansatz auch einige Probleme, vor allem bei Erweiterungen und insbesondere dann, wenn diese XUL-Overlays verwenden. Mozilla hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich dem Thema weiter widmen und die rudimentäre Demo ausbauen soll. Ihre Arbeit kann auf Github(öffnet im neuen Fenster) verfolgt werden.
Dennoch will Mozilla bis auf weiteres seine XUL-basierte Version von Firefox Mobile weiterentwickeln. Die Arbeitsgruppe soll vor allem nach Möglichkeiten suchen, die Startgeschwindigkeit des Browsers weiter zu erhöhen, den Speicherbedarf zu reduzieren und neue Funktionen umzusetzen. Tuner betont, bei dem nativen Android-UI handle es sich derzeit um ein Experiment.



