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Weiter abwärts: Nokia schließt eine Niederlassung in Deutschland

Nokia macht einen Standort in Bonn zu. Auch die Fabrik in Rumänien, in die die Fertigung von Nokia-Bochum verlagert wurde, wird zum Jahresende die Produktion komplett einstellen.
/ Achim Sawall
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Nokia-Arbeiter in Cluj im Jahr 2008 (Bild: Bogdan Cristel/Reuters)
Nokia-Arbeiter in Cluj im Jahr 2008 Bild: Bogdan Cristel/Reuters

Nokia(öffnet im neuen Fenster) wird weitere 3.500 Arbeitsplätze abbauen. Das gab das Unternehmen am 29. September 2011 bekannt. Eine Niederlassung in Bonn für mobile Kartendienste wird bis Ende 2012 geschlossen. Ein weiterer Standort aus dem Bereich Locations und Commerce Development in Malvern, USA, ist ebenfalls betroffen. Nokia will die Sparte in Berlin, Boston und Chicago konzentrieren.

Eine Nokia-Fabrik in Rumänien wird ebenfalls geschlossen. "Wir konzentrieren uns auf die Mobiltelefonproduktion an Standorten mit optimaler Nähe zu den Lieferanten und den wichtigsten Märkten. Deshalb wird Nokia seine Produktionsstätte im rumänischen Cluj bis Ende 2011 schließen, weil Nokias hochvolumige, asiatische Fabriken einen größeren Output und Vorteile und Nähe zum Markt bieten." Der Weltmarktführer hatte im Januar 2008 angekündigt , seine Fabrik in Bochum zu schließen und nach Rumänien zu verlagern.

Nokia hat 2011 bereits weltweit den Abbau von 7.000 Arbeitsplätzen angekündigt. 3.000 der 7.000 Jobs wurden zu Accenture transferiert. Die heutigen Entlassungen seien zusätzlich beschlossen worden, erklärte der finnische Hersteller.

Nokia konnte im zweiten Quartal 2011 nur noch 88,5 Millionen Mobiltelefone verkaufen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres setzte der finnische Konzern noch 111,1 Millionen Geräte ab. Der Verkauf von Smartphones sank gegenüber dem Vorjahresquartal von 25,2 Millionen auf 16,7 Millionen Stück. Apple verkaufte 20,3 Millionen iPhones. In dem Berichtszeitraum verbuchte Nokia einen Verlust von 368 Millionen Euro.

Zusätzlich haben Nokia und Siemens heute angekündigt, jeweils 500 Millionen Euro in den angeschlagenen Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks zu investieren, insgesamt also eine Milliarde Euro.

Nachtrag vom 29. September 2011, 13:33 Uhr

Ein Nokia-Sprecher sagte Golem.de, dass es sich bei der Bonner Niederlassung um einen Standort der Tochter Navteq handele. Nokia hatte das Unternehmen 2008 übernommen. Der Stellenabbau bewege sich im mittleren zweistelligen Bereich.


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