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Patentdeal: Microsoft verdient über Samsung an Android

Microsoft und Samsung haben ein Patentabkommen geschlossen, wonach Microsoft an verkauften Android-Geräten des koreanischen Herstellers verdient. Damit erhält Microsoft Tantiemen für über die Hälfte der verkauften Android-Geräte in den USA.
/ Jörg Thoma
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Samsung hat ein Patentabkommen mit Microsoft geschlossen. (Bild: Park Ji-Hwan//AFP/Getty Images)
Samsung hat ein Patentabkommen mit Microsoft geschlossen. Bild: Park Ji-Hwan//AFP/Getty Images

Der Patentdeal(öffnet im neuen Fenster) zwischen Microsoft und Samsung garantiert dem Windows-Konzern künftig einen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf von Android-Geräten. Wegen der Vereinbarung und dem bereits geschlossenen Patentabkommen mit HTC verdient Microsoft künftig an über der Hälfte der in den USA verkauften mobilen Geräte, auf denen Googles mobiles Betriebssystem läuft.

Laut dem Abkommen wollen die beiden Konzerne auch an Microsofts mobilem Betriebssystem Windows Phone 7 zusammenarbeiten.

Damit ist Samsung der siebte Konzern, mit dem Microsoft ein solches Patentabkommen geschlossen hat. In den vergangenen drei Monaten haben Acer, General Dynamics Itronix, Onkyo, Velocity Micro, Viewsonic und Wistron einem Patentdeal zugestimmt. Mit Casio hat Microsoft ebenfalls ein Abkommen zur Verwendung von "Linux-Patenten" geschlossen .

Microsofts Anwälte loben das Abkommen(öffnet im neuen Fenster) mit Samsung als ersten Schritt zu einer Einigung im weltweiten Patentkrieg. Sie betonen, dass damit alle großen Hersteller auf dem Markt Patentabkommen abgeschlossen hätten. Lediglich der drittgrößte Hersteller auf dem US-Markt fehle noch auf der Liste: das von Google erworbene Unternehmen Motorola.

Microsoft behauptet seit Jahren, dass das Linux-Betriebssystem 235 Microsoft-Patente verletze. Obwohl Microsoft nie mitgeteilt hat, um welche Patente es sich handelt und auch noch in keinem Gerichtsverfahren geprüft wurde, ob die betroffenen Patente tatsächlich verletzt werden, lassen sich die meisten Unternehmen auf Microsofts Lizenzforderungen ein. Unternehmen, die sich weigern, müssen damit rechnen, von Microsoft verklagt zu werden.


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