Abo
  • Services:
Anzeige
Botnetz: Microsoft zerschlägt Kelihos
(Bild: Microsoft)

Botnetz

Microsoft zerschlägt Kelihos

Mit Hilfe geheimer Gerichtsanordnungen hat Microsoft im Rahmen von "Operation b79" das Kelihos-Botnetz "neutralisiert". Zugleich wurde gegen die mutmaßlichen Botnetz-Betreiber Anzeige erstattet.

Rustock, Waledac und nun Kelihos - Microsoft ist es gelungen, ein drittes großes Botnetz zu zerschlagen. Die Command-and-Control-Server von Kelihos, die rund 42.000 Bots kontrollierten, wurden vom Netz genommen. Insgesamt wurden 21 Domains geschlossen, darunter cz.cc. Die ganze Aktion war von einem US-Gericht mit geheimen Gerichtsanordnungen erlaubt worden.

Anzeige

Per Update wurde zugleich bei Microsofts Malicious Software Removal Tool die Fähigkeit, Win32/Kelihos zu erkennen und zu beseitigen, ergänzt. Die Kelihos-Bots wurden unter anderem dazu missbraucht, Spam zu verschicken, E-Mails und Kennwörter zu kopieren oder Werbung für Websites mit Kinderpornografie zu machen.

Wie Richard Domingues Boscovich von Microsofts Digital Crimes Unit in einem Blogeintrag berichtet, sollen hinter Kelihos unter anderem Dominique Alexander P. vom Domainprovider Dotfree Group SRO sowie 22 weitere Unbekannte stehen. Gegen diese wurde am 26. September Anzeige erstattet.

Die 2009 gegründete tschechische Firma Dotfree Group stellt kostenlos Internetdomains bereit. Darunter sollen sich neben "einigen" legitimen Subdomains auch tausende Subdomains befunden haben, über die Malware verteilt wurde oder die für eine Reihe "fragwürdiger" Onlineaktivitäten genutzt wurden. Als Beispiel nennt Boscovich die Verbreitung der Scareware Macdefender.

Erst im März war es Microsoft zusammen mit US-Behörden gelungen, das unter dem Namen Rustock bekannte Botnetz mit rund einer Million infizierten Rechnern zu zerschlagen. Und im Vorjahr konnte mit "Operation b49" das Botnetz Waledac ausgeschaltet werden.

Boscovich weist in seinem Blogbeitrag ausdrücklich auf das "industrieweite Problem" der mangelnden Regulierung von Domainhostern hin. Selbst die Betreiber von Pfandleihäusern seien in den USA strenger reguliert. Diese müssten - anders als Domainhoster - von ihren Kunden Name, Anschrift und einen gültigen Ausweis verlangen. "Operation b79" solle Domainhostern nun demonstrieren, "dass sie selbst für das, was auf ihrer Infrastruktur passiert, zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie sich nicht um das Treiben ihrer Kunden kümmern."


eye home zur Startseite
Lokster2k 29. Sep 2011

Genau und jedes "japsen" ist natürlich gleich berechtigt oder unberechtigt...logisch...

Tautologiker 29. Sep 2011

Eine offizielle Statistik kenne ich auch nicht, aber auf dem von mir administrierten...

Tautologiker 29. Sep 2011

http://silentregister.com/ https://www.domainsbyproxy.com/ usw. usf. Natürlich wird es...

knallivd 29. Sep 2011

Nein, ich kenne die Internas nicht, aber, daß es ein US-Gericht ist, steht im Blog von...

dabbes 28. Sep 2011

Hat Micorsoft etwa ein altes Botnetz ausversehen eingeschaltet? ;-)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. diconium GmbH, Stuttgart
  2. TOMRA Sorting GmbH, Mülheim-Kärlich
  3. Loh Services GmbH & Co. KG, Monheim am Rhein
  4. VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 8,49€
  2. 9,99€
  3. 49,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Liberty Global

    Giga-Standard Docsis 3.1 kommt im ersten Quartal 2018

  2. Apache-Sicherheitslücke

    Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen

  3. Tianhe-2A

    Zweitschnellster Supercomputer wird doppelt so flott

  4. Autonomes Fahren

    Japan testet fahrerlosen Bus auf dem Land

  5. Liberty Global

    Unitymedia-Mutterkonzern hat Probleme mit Amazon

  6. 18 Milliarden Dollar

    Finanzinvestor Bain übernimmt Toshibas Speichergeschäft

  7. Bundestagswahl

    Innenminister sieht bislang keine Einmischung Russlands

  8. Itchy Nose

    Die Nasensteuerung fürs Smartphone

  9. Apple

    Swift 4 erleichtert Umgang mit Strings und Collections

  10. Redundanz

    AEG stellt Online-USV für den 19-Zoll-Serverschrank vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  2. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster
  3. Best Buy US-Handelskette verbannt Kaspersky-Software aus Regalen

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

  1. Die Chinesen sind deutlich im Vorteil

    cicero | 01:44

  2. Glaubst du das selbst?

    Tunkali | 01:43

  3. Re: Ein Beitrag voller Grenzfälle

    as (Golem.de) | 00:50

  4. Re: Funktioniert Netflix denn mittlerweile bei UM?

    Xiut | 00:46

  5. Re: von denen sechs sitzen können

    Patman | 00:44


  1. 18:10

  2. 17:45

  3. 17:17

  4. 16:47

  5. 16:32

  6. 16:22

  7. 16:16

  8. 14:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel