Test Fifa 12 vs PES 2012: Elfmeterschießen ohne klaren Sieger
Fußballspiele: Testübersicht
Montag, 26. September 2011: Test Konamis PES 2012
Dienstag, 27. September 2011: Test EA Sports' Fifa 2012
Mittwoch, 28. September 2011: Vergleich mit Video
Der Zweikampf zwischen Pro Evolution Soccer und Fifa erinnerte in den vergangenen Jahren an das spanische Dauerduell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona: Obwohl Konami ähnlich wie die Madrilenen jede Saison aufs Neue aufrüstete und ein Topteam ins Rennen schickte, war die Übermacht des spielstark wie die Katalanen auftrumpfenden Fifa zuletzt nicht zu brechen. Die 2012-Versionen lassen allerdings zwei Kontrahenten aufeinander treffen, die sich spielerisch kaum etwas nehmen.

Die Entwickler bei Konami(öffnet im neuen Fenster) und EA Sports(öffnet im neuen Fenster) haben sich vor allem das Pass- und Positionsspiel vorgeknöpft – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Während in PES 2012 deutlich schönere Offensivaktionen mit tollen Pass-Stafetten und intuitiven Laufwegen möglich sind, setzt Fifa 12 auf intelligentes Defensivverhalten und verlangt vom Spieler, die Räume enger zu machen, im Raum zu verteidigen und jedes Tackling gut zu überlegen – dank Player Impact Engine sind die Folgen von Körperkontakt längst nicht mehr so vorhersehbar wie früher.
Auch an anderer Stelle ist interessant zu sehen, wie beide Titelkandidaten an identischer Stelle nachgebessert haben – oder eben nicht: Sowohl PES als auch Fifa können in diesem Jahr mit deutlich schöneren Spielergesichtern aufwarten – vernachlässigen aber beide erneut das platte und undetaillierte Publikum. Bei Lizenzumfang und Atmosphäre muss sich Fifa hingegen kaum anstrengen, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten: Originalstadien, Fangesänge und Rechte an allen relevanten Teams und Spielern sorgen dafür, dass Konami in dieser Hinsicht erneut schwächer ist.
Wer nur das Geschehen auf dem Platz betrachtet, muss Konami allerdings zugestehen, einen größeren Schritt gemacht zu haben: Das Passspiel wirkt so dynamisch wie nie zuvor, die Pass- und Laufwege sind flüssig und aus einem Guss, das Spielgefühl herausragend leichtfüßig. Fifa bietet zwar ähnlich hohe Qualität, verlässt sich am Ball allerdings etwas zu sehr auf bekannte Stärken – ähnlich wie ein Topfavorit, der sich zu sicher fühlt und dann ganz überraschend doch ein Gegentor fängt.
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