Epic Games: Unreal Engine 4 kommt wohl 2014

"Wenn man 20 Prozessorkerne hat, kann man nicht einfach festlegen, dass einer für Animationen verwendet wird und der andere für Gesichtsdetails. Und zwar deshalb, weil sich diese Parameter dynamisch ändern in Abhängigkeit von den Dingen, die auf dem Bildschirm angezeigt oder geladen werden" , beschreibt Tim Sweeney die größte Herausforderung bei der Entwicklung der Unreal Engine 4. Sweeney ist Chef, vor allem aber Chefprogrammierer bei Epic Games, das zuletzt Gears of War 3 veröffentlicht hat. Im Interview mit IGN.com(öffnet im neuen Fenster) erklärt Sweeney, dass er derzeit rund 60 Prozent mit der Erforschung von neuen Technologien für die Unreal Engine 4 verbringt, die nach derzeitigem Stand wahrscheinlich 2014 fertig wird.

Das nahtlose Skalieren in Abhängigkeit von den jeweils verfügbaren Prozessorkernen ist seiner Auffassung nach die größte Herausforderung. Es soll sicherstellen, dass der Engine immer die maximale Rechnerleistung zur Verfügung steht.
Für die nächsten zehn Jahre erwartet Sweeney, dass die Grafik von Spielen der von Filmen gleicht - ohne Qualitätsabstriche wie Flackern oder aufpoppende Artefakte. Er rechnet fest damit, dann noch selbst zu programmieren und dieses Ziel zu erreichen. Schließlich sei es in erster Linie eine Sache von schlichter Rechnerleistung und cleveren Algorithmen.
Die andere große Herausforderung sieht Sweeney im Bereich des Gameplays. Es gehe um die Simulation menschlicher Verhaltensweisen, künstliche Intelligenz und Dialogsysteme, sagt er. Wie die Probleme bewältigt werden, weiß auch Sweeney nicht - er erwartet eher viele kleine Evolutionen statt einer revolutionären Lösung.
Über neue Spieleprojekte spricht Sweeney nicht. Michael Capps von Epic Games hatte auf der GDC Europe 2011 in Köln gesagt, dass das Unternehmen an einer ganzen Reihe von noch nicht angekündigten Projekten arbeitet. Ein neues Unreal, so andere Epic-Mitarbeiter kürzlich, befinde sich nicht darunter.



