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Für den Kunden: Telekom räumt Filterung bei WLAN-Hotspots ein

Die Telekom filtert bei ihren WLAN-Hotspots, aber nur für einen Großkunden, der ausdrücklich Jugendschutzsoftware wünscht.
/ Achim Sawall
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Bild: Deutsche Telekom

Laut zwei Medienberichten filtert die Telekom in ihren WLAN-Hotspots Webseiten wie Pornoplattformen, darunter Youporn.com oder die Schwulen-Kontaktseite Gayromeo.com. Wie Golem.de aus unternehmensnahen Kreisen erfahren hat, baut die Telekom in ihre öffentlichen WLANs grundsätzlich keine Filtersoftware ein. Die Telekom vermietet aber ihre Hotspots. Zu den großen Kunden(öffnet im neuen Fenster) gehören die Deutsche Bahn, die Lufthansa, Flughäfen, Hotelketten wie Dorint, Mercure, Maritim, Etap und Holiday Inn und die Fastfoodketten McDonald's, Kentucky Fried Chicken und Maredo. Einer dieser großen deutschen Kunden bildet die Ausnahme, weil das Unternehmen ausdrücklich Filter wünscht.

Bei diesem Unternehmen würden bestimmte Inhalte durch ein Jugendschutzprogramm gefiltert, erfuhr Golem.de. Der Telekom-Kunde weise aber bei der Anmeldung darauf hin, dass er um Jugend- und Kinderfreundlichkeit bemüht sei und darum einzelne Seiten ausgefiltert werden.

Webseiten mit Kindesmissbrauchsabbildungen seien dort standardmäßig gesperrt. Welche Seiten genau in den Filtereinstellungen der Telekom-Hotspots blockiert werden, war nicht zu erfahren. Die eingesetzte Software arbeite so, dass bei der Herstellung bestimmte jugendgefährdende Webseiten genau angeschaut und deren Inhalte dann verschlagwortet würden. Ausgeschlossen würden dann all solche Seiten, die diese Schlagworte enthielten.

Das Magazin Netzwelt.de(öffnet im neuen Fenster) hatte das Thema Filtersoftware in Telekom-Hotspots zuerst aufgegriffen. Diese Filterung erfolge nicht transparent und sei auch nicht abzuschalten. Das Computermagazin Gulli.com(öffnet im neuen Fenster) berichtete, dass Pornoseiten auf Telekom-Hotspots ausgefiltert würden.

Schwule Aktivisten(öffnet im neuen Fenster) führen an, dass Gayromeo weder auf der Liste der indizierten Online-Angebote der Bundesprüfstelle steht noch von der Freiweilligen Selbstkontrolle Multimedia als gefährdend eingestuft wird.


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