Occupy Wall Street: Anonymous nennt private Daten des Pfefferspray-Cops

Anonymous-Aktivisten(öffnet im neuen Fenster) haben in einem Pastebin-Dokument die Adresse, eine Mobiltelefonnummer und Angaben zur Familie des Deputy Inspectors veröffentlicht, der Demonstrantinnen in New York ohne Vorwarnung mit Pfefferspray angegriffen hat. Ein Video des Angriffs war über Youtube verbreitet worden. Die verantwortlichen Aktivisten richten dabei eine Warnung an den Polizisten: "Bevor Sie Gräuel gegen unschuldige Menschen begehen, denken Sie zweimal darüber nach. WIR BEOBACHTEN!!! Erwartet uns!"
Die Anonymous-Aktivisten nannten auch Familienmitglieder im Internet namentlich. Dass es ihnen nicht nur darum ging, den Frauen eine Chance zu geben, sich gerichtlich zu wehren, ist damit offensichtlich. Dafür hätte der Name des Mannes ausgereicht. Diesen hatte ein Fotograf zuvor bereits auf einem Foto erkannt(öffnet im neuen Fenster) .
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| Video: PEACEFUL FEMALE PROTESTORS PENNED IN THE STREET AND MACED- OccupyWallStreet |
Während der Pressesprecher der New Yorker Polizei gegenüber Journalisten behauptete, dass der Polizist das Pfefferspray korrekt eingesetzt habe(öffnet im neuen Fenster) und dass das Videomaterial von Aktivisten nicht alles zeige, reagierten die Occupy-Wall-Street-Aktivisten mit einer Veröffentlichung weiteren Materials und weiterer Blickwinkel(öffnet im neuen Fenster) .
Zudem berichtete eine der betroffenen Frauen(öffnet im neuen Fenster) , dass ein Kollege des Polizisten fassungslos auf den Sprayangriff reagiert habe. Weitere Occupy-Wall-Street-Demonstranten berichteten von Handgreiflichkeiten durch den Polizisten(öffnet im neuen Fenster) . Laut der britischen Zeitung The Guardian(öffnet im neuen Fenster) soll er bereits 2004 in einen ähnlichen Zwischenfall verwickelt gewesen sein.
Andere Anonymous-Aktivisten(öffnet im neuen Fenster) weisen in dem Zusammenhang auf einen Ausschnitt aus einem Livestream-Chat zu den Occupy-Wall-Street-Protesten hin. Darin erklärt der Teilnehmer "Infinitycircle": "Ok.....Das hier richtet sich an diejenigen von euch, die Hass gegenüber der Polizei schüren. Sie sind Teil der 99 Prozent. Sie haben auch Jobs, sie müssen Befehle befolgen, egal wie beschissen sie sind. Um diejenigen, die ausrasten, werden sich die Anwälte kümmern, die auf unserer Seite sind. Wir tolerieren keine Hassreden gegen die Polizei, da das zu Gewalt anstachelt. Das hier ist eine friedliche Bewegung."
Occupy Wall Street(öffnet im neuen Fenster) ( #occupywallstreet(öffnet im neuen Fenster) ) ist eine friedliche Demonstration gegen das Finanzsystem und die Verantwortlichen der Wirtschaftskrise. Zu den prominenten Unterstützern zählt der Filmemacher Michael Moore(öffnet im neuen Fenster) . Dass 99 Prozent der Menschen sich um einen kleinen Teil des Kuchens stritten, während 1 Prozent der Menschen den Großteil des Wohlstandes unter sich aufteilten, hatte Moore bereits wiederholt bemängelt. Die 99 Prozent(öffnet im neuen Fenster) sind auch in den Protestslogans von Occupy Wall Street immer wieder zu finden. Moore ist sich sicher, dass sich die Proteste auf die ganze USA ausweiten werden.



