Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Bibel online: Schriftrollen von Qumran sind online abrufbar

Ein Museum in Israel hat die ersten fünf Schriftrollen von Qumran online veröffentlicht. Google hat die rund 2.000 Jahre alten Manuskripte, darunter die ältesten bekannten Bibelhandschriften, digitalisiert.
/ Werner Pluta
241 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Digitalisiertes Bibel-Manuskript (Bild: Israel-Museum/Screenshot: Golem.de)
Digitalisiertes Bibel-Manuskript Bild: Israel-Museum/Screenshot: Golem.de

Einige der Schriftrollen von Qumran sind digitalisiert worden und jetzt über die Website des Jerusalemer Israel-Museums abrufbar(öffnet im neuen Fenster) . Google hat im vergangenen Jahr von der israelischen Behörde für Altertümer den Auftrag erhalten , die antiken Manuskripte zu digitalisieren.

Original und englische Übersetzung

Zunächst stehen fünf Schriftrollen zur Verfügung. Weitere sollen folgen. Der Nutzer kann sich die hebräischen Originaltexte anschauen. Klickt er auf einen Vers, öffnet sich ein kleines Fenster mit der englischen Übersetzung.

Die digitalisierten Handschriften von Qumran – Google
Die digitalisierten Handschriften von Qumran – Google (02:09)

Die Manuskripte, die auch als Schriftrollen vom Toten Meer bekannt(öffnet im neuen Fenster) sind, sind rund 2.000 Jahre alt. Die ältesten stammen aus dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, die jüngsten wurden etwa auf das Jahr 70 datiert. Darunter sind die ältesten bekannten Bibelhandschriften. Andere Manuskripte behandeln das Verhältnis der Juden zu den ersten Christen.

Höhlen am Toten Meer

Die Manuskripte sind nach dem antiken Ruinenort Khirbet Qumran benannt, der nordwestlich des Toten Meeres liegt. Dort fand 1947 ein Schäfer in einer Höhle Schriftrollen. Bis 1956 wurden weitere Manuskripte in Höhlen in der Gegend um das Tote Meer entdeckt.

Insgesamt handelt es sich um knapp 900 Manuskripte, die in etwa 15.000 Fragmenten vorliegen. Die meisten Schriftrollen bestehen aus Pergament. Andere bestehen aus Papyrus oder Kupferblech. Viele der Fragmente lassen sich nicht bestimmten Handschriften zuordnen. Forscher hoffen, dass sich das durch die Digitalisierung der Manuskripte sowie durch den Einsatz neuer Materialforschungstechniken ändern wird.


Relevante Themen