Technisch ein großer Schritt

Eine kleine Revolution steckt doch im neuen VZ, zumindest für die Entwickler der VZ-Netzwerke. Wurden einst alle drei Plattformen aus einer monolithischen Plattform in PHP erzeugt, setzt das neue VZ durchweg auf eine serviceorientierte Architektur, die im Frontend mit dem Google Web Toolkit (GWT) umgesetzt wurde. Damit wandert ein großer Teil der Programmlogik in den Client, der über ein einheitliches REST-API mit der sogenannten FAS-Architektur (Federated Autonomous Services) kommuniziert. Dadurch wird es einfacher, unterschiedliche Dienste in das Frontend einzubinden und die drei VZ-Plattformen stärker voneinander zu trennen. Im Backend gibt es diese Architektur seit geraumer Zeit, sie geht noch auf den ehemaligen StudiVZ-Technikchef Jodok Batlogg zurück, der die VZ-Netzwerke Mitte 2010 verließ.

Stellenmarkt
  1. Head of AI Strategy & Transformation (m/f/x)
    UnternehmerTUM GmbH, München
  2. Systemadministrator Windows & Azure (m/w/d)
    digi3 GmbH & Co. KG, Essen
Detailsuche

Das Phoenix (PHX) genannte alte VZ-Backend bildet nur einen Teil der insgesamt 40 Dienste ab, neue Funktionen können komplett unabhängig entwickelt werden. Zwar kommt auch an einigen Stellen weiterhin PHP zum Einsatz, aber die neue Struktur erlaubt es, die für eine bestimmte Aufgabe jeweils am besten passende Technik einzusetzen. Und so kommt bei den VZ-Netzwerken heute ein ganzes Potpourri an unterschiedlichen Open-Source-Bausteinen zum Einsatz. Das Frontend wird mit GWT in Java entwickelt und in Javascript kompiliert. Im Backend sind Teile mit PHP, Python, Erlang, C++ und Ruby realisiert. Und neben MySQL, das weiterhin als Datenbank eingesetzt wird, kommen seit einiger Zeit die NoSQL-Datenbanken MongoDB und das von LinkedIn entwickelte Voldemort sowie Neo4j zur Abbildung des Social Graph zum Einsatz.

Dieser Ansatz ist auch in anderen Bereichen zu beobachten: Wo möglich, versuchen die VZ-Entwickler, auf Standardbausteinen aus dem Open-Source-Bereich oder funktionierende Technik von Drittanbietern zu setzen und diese möglichst effektiv miteinander zu verknüpfen. Die neue Feedback-Funktion beispielsweise basiert auf Reqorder, der Chat und auch der neue Multi-User-Chat werden über eJabberd-Server abgewickelt.

Auch bestehende Funktionen sollen vom neuen VZ profitieren, denn mit der überarbeiteten technischen Basis werden einige Funktionen stabiler. Das gelte insbesondere für den Chat, erklärt StudiVZ.

Öfter etwas Neues

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    14.–18. Februar 2022, virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03.–04. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Mit dem neuen VZ soll auch das Innovationstempo des sozialen Netzwerks erhöht werden. Intern wird schon seit längerem nach Scrum mit Sprints von 14 Tagen gearbeitet. Neue Funktionen könnte es künftig sogar häufiger geben, denn alle Neuerungen sollen prominent auf der Startseite vorgestellt werden. Wer länger nicht bei den VZs vorbeigeschaut hat, soll sich in einer Art Logfile über die Neuerungen seit seinem letzten Besuch informieren können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Nutzer entscheiden über NeuerungenTestversion im Parallelbetrieb 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


elgooG 28. Sep 2011

So kann man das auch nennen. So verzweifelt sind die also schon? Die Entwickler von...

mindo 28. Sep 2011

Das wäre mal was. Mich nervt FB einfach nur noch. Alle 2 Wochen wird was komplett...

mindo 28. Sep 2011

Was soll ich denn in USA*, wenn 90% der andern freunde weiter in Deutschland sind...

ecv 27. Sep 2011

Genau. Also eher ein vorschlagen als erzwingen. Was ja an sich der richtige Weg ist. Wer...

Mondbasis 27. Sep 2011

Wie soll eine Kopie auch schneller/besser sein, als das Original. Das ist das Problem mit...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Energiespeicher
Große Druckluftspeicher locken Investorengelder an

Hydrostor bietet eine langlebige Alternative zu Netzspeichern aus Akkus, die zumindest in den 2020er Jahren wirtschaftlich ist.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Energiespeicher: Große Druckluftspeicher locken Investorengelder an
Artikel
  1. Android: Samsung zeigt neues Tablet mit Notch
    Android
    Samsung zeigt neues Tablet mit Notch

    Auf einer Hilfeseite taucht ein neues Samsung-Tablet mit Notch auf - es könnte sich um das Galaxy Tab S8 Ultra handeln.

  2. Ransomware: Jeder hat Daten, die eine Erpressung wert sind
    Ransomware
    Jeder hat Daten, die eine Erpressung wert sind

    Unbenutzbare Systeme, verlorene Daten und Schaden in Millionenhöhe: Wie ich einen Emotet-Angriff erlebt habe.
    Ein Erfahrungsbericht von Lutz Olav Däumling

  3. Windows 10 und Windows 11: Microsoft behebt Bug mit VPNs unter Windows
    Windows 10 und Windows 11
    Microsoft behebt Bug mit VPNs unter Windows

    Nach den letzten Patches konnten einige Menschen den VPN-Client in Windows nicht mehr nutzen. Dafür hat Microsoft nun eine Lösung parat.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Samsung 16GB DDR5-4800 199€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /