Überleben neben Facebook

Dabei versuchen sich die VZs als Ergänzung zu Facebook zu positionieren, denn "unserer Nutzer sind auch auf Facebook", räumt der VZ-Chef ein. Die VZs sollen in Nischen überleben, in denen Facebooks Größe kein Vorteil ist. Riedl zielt dabei auf eine junge Zielgruppe ab: SchülerVZ ist für Nutzer zwischen 10 und 19 Jahren gedacht, die vor allem mit Mitschülern kommunizieren und darüber ihre Freizeit gestalten wollen, StudiVZ und FreundeVZ richten sich an 19- bis 29-Jährige mit und ohne studentischen Hintergrund. So soll StudiVZ helfen, das studentische Leben zu organisieren und in einer fremden Stadt neue Kontakte zu knüpfen, FreundeVZ der Kommunikation mit dem bestehenden Freundeskreis dienen.

Noch unterscheiden sich die drei Plattformen kaum voneinander, von der Farbe einmal abgesehen. Das soll sich in Zukunft aber ändern. Die Plattformen sollen stärker an den spezifischen Bedürfnissen der jeweiligen Nutzerschaft ausgerichtet werden. Manche Module wird es nur auf einer Plattform geben, beispielsweise "Mein Klassenzimmer" nur bei SchülerVZ.

Anders als bei Facebook gilt bei den VZs weiterhin alles als privat. Nur was ausdrücklich für die Öffentlichkeit freigegeben wird, können auch andere sehen. Und während Facebook und Google+ die Nutzung von Klarnamen erzwingen, ist bei den VZs alles erlaubt. So soll eine Art "Wohnzimmergefühl" erzeugt werden.

Gerade die jungen Nutzer haben viel Zeit - genug, um mehr als ein soziales Netzwerk gleichzeitig zu nutzen, sagt Riedl. Und während auf Facebook auch "Opa, Mama und der eigene Lehrer" mitlesen, seien die Nutzer auf den VZs eher unter sich. Natürlich sei es auch bei Facebook möglich, bestimmte Inhalte nur ausgewählten Nutzern zugänglich zu machen, das auf Dauer durchzuhalten, sei aber recht aufwendig. Diese Nische sollen die VZs nutzen, wobei Riedl davon ausgeht, dass sie parallel zu Facebook genutzt werden.

Themen verbinden

Themen sollen Verbindungen zwischen Nutzern schaffen, nicht deren soziale Kreise wie bei Google+. Dabei steckt hinter den Themen zunächst nicht viel mehr als eine Umbenennung dessen, was bei VZs derzeit Gruppen sind. Sie bieten in erster Linie Diskussionsforen zu bestimmten Themen an, lassen sich aber um Inhalte, beispielsweise Bilder, erweitern.

Die Nutzung der Themen alias Gruppen soll einfacher werden und sich mit weniger Klicks und Angaben einrichten lassen. Öffentlichen Gruppen müssen Nutzer auch nicht mehr beitreten, sie können einfach mitdiskutieren und werden dann dem Thema zugeordnet.

Im Nutzerprofil erscheint eine Liste der eigenen Themen, wobei ein Algorithmus dafür sorgen soll, dass dort relevante Themen oben stehen und nicht oder nicht mehr relevante Themen keine große Rolle spielen. Dennoch sollen Nutzer sicherstellen können, dass sie über die Themen, bei denen lange nichts passiert ist, auf dem Laufenden gehalten werden.

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 Mit Google-Technik: Letzte Chance für die VZ-NetzwerkeNutzer entscheiden über Neuerungen 
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elgooG 28. Sep 2011

So kann man das auch nennen. So verzweifelt sind die also schon? Die Entwickler von...

mindo 28. Sep 2011

Das wäre mal was. Mich nervt FB einfach nur noch. Alle 2 Wochen wird was komplett...

mindo 28. Sep 2011

Was soll ich denn in USA*, wenn 90% der andern freunde weiter in Deutschland sind...

ecv 27. Sep 2011

Genau. Also eher ein vorschlagen als erzwingen. Was ja an sich der richtige Weg ist. Wer...



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