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Forschung: WLANs gegen Störungen von DECT und Bluetooth immunisieren

US-Forscher haben eine Methode entwickelt, um für WLAN-Router die üblichen Störungen im 2,4-GHz-Band zu umgehen. Die Genauigkeit dieses "Airshark" genannten Programms soll bei über 90 Prozent liegen.
/ Nico Ernst
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Router wie die Fritzbox sollen sich selbst entstören. (Bild: AVM)
Router wie die Fritzbox sollen sich selbst entstören. Bild: AVM

An der Universität von Wisconsin(öffnet im neuen Fenster) , USA, haben Ingenieure den "Airshark" entwickelt. Das Programm soll ein allgegenwärtiges Problem heutiger WLANs lösen. Die meisten dieser Funknetze arbeiten nämlich noch im Frequenzband um 2,4 GHz. 5 GHz – was viele aktuelle Router beherrschen – bieten vor allem ältere Clients nicht.

Das 2,4-GHz-Band ist aber regelrecht überlaufen. Unter anderem senden darin Bluetooth-Geräte und schnurlose Telefone, die nach dem DECT-Standard arbeiten. Aber auch schlecht abgeschirmte Mikrowellenöfen, proprietäre Funkmodule wie solche für schnurlose Tastaturen oder sogar ferngesteuerte Modellautos stören auf diesen Frequenzen oft.

Dabei hilft es nicht, fest eingestellt bestimmte Frequenzen von der Nutzung durch das eigene WLAN auszuschließen. Wenn der Nachbar sein Modellauto am Wochenende auf die Straße lässt, kann es genau eine dieser Frequenzen erwischen. Auch viele moderne DECT-Telefone senden ohne Gespräch mit so wenig Leistung, dass sie in größerer Entfernung kaum wahrnehmbar sind.

Airshark soll die Frequenzen des gesamten 2,4-GHz-Bandes daher dauernd überwachen und die WLAN-Kanäle dynamisch neu zuteilen. Ständige Störsender sollen zudem über Profile erkannt werden. Für Bluetooth und einige DECT-Telefone haben die Forscher das schon vorgemacht. Die Erkennungsrate der Störer betrug dabei laut ihrer Arbeit ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) über 90 Prozent, die Kanäle werden in einem nur 1 MHz engen Raster zugeteilt.

Auch bei Installationen mit mehreren Access Points soll Airshark helfen. Die WLAN-Basen können dann bei der Ortung der Störsender mittels Triangulation helfen. Das gesamte Verfahren soll mit handelsüblicher WLAN-Hardware funktionieren. Ob ein Hersteller solcher Geräte es verwenden will, ist aber noch nicht bekannt.


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