• IT-Karriere:
  • Services:

Urheberrecht

Italien arbeitet an One-Strike-Modell

Geht es nach einem Gesetzesvorschlag von Silvio Berlusconis Volkspartei, bekommt Italien die härteste europäische Regelung gegen Urheberrechtsverstöße im Internet: ein illegaler Download, dann ist Schluss.

Artikel veröffentlicht am ,
Segen für die Musikindustrie
Segen für die Musikindustrie (Bild: Carnie Lewis/CC BY 2.0)

Der digitalen Bürgerrechtsorganisation "Scambio Etico" (dt.: Ethischer Meinungsaustausch) zufolge planen einige italienische Parlamentarier der Berlusconi-Partei eine umfassende Regelung gegen Rechtsverstöße im Internet. Ein Sprecher von Scambio Etico hat den Gesetzesentwurf in einem ausführlichen Blogposting analysiert.

Stellenmarkt
  1. BROCKHAUS AG, Lünen
  2. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin

Demnach ist vorgesehen, dass sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen bei einem Provider anzeigen können, wenn sie einen Verstoß gegen Urheberrechte oder Patente vermuten. Der Provider muss dann dem vermeintlichen Rechtsverletzer den Internetzugang sperren - ohne Zutun der Justiz. Dieses Vorgehen würde noch über das sehr strenge Three-Strikes-Modell Großbritanniens hinausgehen, die Aktivisten bezeichnen es daher als One-Strike-Modell.

Provider sollen filtern

Darüber hinaus sollen laut Entwurf die Provider auch Filtersysteme einsetzen, die Verletzungen von Urheberrechten, Warenzeichen oder Patenten gar nicht erst zulassen. Wie auch bei anderen Filterbestrebungen von technisch versierten Kommentatoren angemerkt, hält auch Scambio Etico das für "im realen Leben nicht anwendbar".

Die Bürgerrechtler erkennen in dem Entwurf zwar die - teils weit über das Ziel hinausgehende - Umsetzung der EU-Richtlinie, die auch in Großbritannien und Frankreich zu der Möglichkeit geführt hat, notorische Schwarzkopierer vom Netz zu trennen. Scambio Etico erkennt in den geplanten Regelungen aber darüber hinaus auch die Mechanismen, die von einem frühen Entwurf des umstrittenen Acta-Abkommens gefordert werden. In zahlreichen Punkten halten die Aktivisten den Vorschlag für verfassungswidrig.

Einem Bericht des IDG News Service zufolge befindet sich der Gesetzesentwurf derzeit zur Beratung in einem Ausschuss des Parlaments. Ob und wann er weiter verfolgt wird, ist noch nicht abzusehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 172,90€
  2. 69,90€ (Bestpreis)
  3. (u. a. Razer Basilisk Ultimate Wireless Gaming-Maus und Mouse Dock für 129€, Asus ROG Strix G17...
  4. (u. a. Samsung GQ65Q80T 65 Zoll QLED für 1.199€, Corsair HS60 Over-ear-Gaming-Headset Carbon...

Paykz0r 28. Sep 2011

Man verletzt das Urheberrecht/Copyright damit, Dinge zu verbreiten. Deswegen kann gegen...

KleinFritzchen 28. Sep 2011

Aber den Film mindestens 5 mal ansehen. Erst dann bekommt man auch die Jokes mit die man...

razer 27. Sep 2011

nicht jeder hat android :) und ich bin mit meinen tasten und 6 tage tatsächliche nutzung...

/mecki78 26. Sep 2011

Wer ist der IP dieser Volkspartie? Ich freue mich schon jetzt dessen Internetzugang...

fratze123 26. Sep 2011

Der Mussolini für Arme hat wieder zugeschlagen.


Folgen Sie uns
       


Gopro Hero 9 Black - Test

Ist eine Kamera mit zwei Displays auch doppelt so gut?

Gopro Hero 9 Black - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /