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Europäische Fluggastdaten gehen an Australien

Der EU-Rat hat einem Abkommen mit Australien über die Weitergabe von Fluggastdaten zur Auswertung und jahrelangen Speicherung zugestimmt.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Boeing 747 der australischen Fluggesellschaft Quantas
Eine Boeing 747 der australischen Fluggesellschaft Quantas (Bild: Sukree Sukplang/Reuters)

Wer nach Australien fliegt, dessen Daten werden gespeichert. Fünf Jahre und sechs Monate lang sollen die Daten (Passenger Name Records) europäischer Fluggäste in Australien künftig gespeichert und für die Terrorismusbekämpfung ausgewertet werden dürfen. Ein entsprechendes Abkommen hat der EU-Ministerrat heute abgesegnet. Damit das Abkommen wirksam werden kann, muss noch das EU-Parlament seine Zustimmung geben, womit für Ende Oktober gerechnet wird.

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Insgesamt 19 Passagierdaten verlangt Australien von den Fluggesellschaften. Neben Adressangaben (Post und E-Mail), Telefonnummern und Kreditkartendaten gehören dazu auch Speisewünsche für den Flug und Hotelbuchungen.

Der unabhängige österreichische EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser kritisierte die Zustimmung des EU-Rats in einer Pressemitteilung scharf: "Es droht nun ein Dammbruch für Abkommen mit weiteren Ländern. Dabei ist noch nicht einmal geklärt, ob der vorliegende Text grundrechts- und verfassungskonform ist."

Ehrenhauser sieht in der Datenübermittlung und -speicherung einen "unverhältnismäßigen Eingriff in die Grundrechte" der EU-Bürger und befürchtet, dass das Abkommen mit Australien die Vorlage für ein vergleichbares Abkommen mit den USA, Kanada und weiteren Staaten liefern könnte.

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Die Bürgerrechtsinitiative NoPNR, die sich gegen eine Vorratsdatenspeicherung für Fluggastdaten engagiert, erklärte: "Der Rat hat mit seiner Zustimmung zu dem umstrittenen Abkommen die Privatsphäre der Bürger Europas mit Füßen getreten. Bis zum heutigen Tag wurde kein Beweis für den Nutzen der Datensammelwut vorgelegt." NoPNR sammelt im Rahmen einer Kampagne Unterstützerstimmen, um das EU-Parlament zur Ablehnung des Abkommens zu bewegen.

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Charles Marlow 23. Sep 2011

Stimmt. Ist ja auch ein "Murdoch-Country". Ja, komisch. Die Aussies lassen sich von...

dabbes 23. Sep 2011

Bei der Reservierung des Hotels verlange ich eine Ausgabe des Koran in meinem Zimmer zu...

mwi 23. Sep 2011

Also sollte ich mal in Australien Urlaub machen, dann werde ich am Flughafen empfangen...

Chatlog 23. Sep 2011

Warum regen Sie sich so auf? Haben sie etwas zu verbergen? Und Sie haben doch am...

Anonymer Nutzer 23. Sep 2011

Verkaufen wir doch die Fluggastdaten unserer Gäste und ersetzen damit z.B. die GEZ. Das...



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