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Riskante neue Spielemarken

Wie Tiefschneefahren im Lawinengebiet

Die Etablierung einer Intellectual Property (IP) stellt für Spielepublisher ein hohes finanzielles Risiko dar. Warum also nicht lieber auf Sequels setzen, statt neue Marken mit viel Aufwand in den Markt zu drücken? Mike Capps, Chef von Epic Games, und andere Entwickler geben Antworten.

Artikel veröffentlicht am , Achim Fehrenbach/Zeit Online
Mike Capps, Epic Games
Mike Capps, Epic Games (Bild: IGM)

Die Ankündigung kommt fast beiläufig gegen Ende der Keynote. Man arbeite an fünf neuen IPs, sagt Mike Capps auf der Games Developers Conference in Köln; alle fünf hätten den PC als Basisplattform, keine sei aus dem Gears-of-War-Universum. Fünf neue IPs - das klingt erst einmal bombastisch. Eine wichtige Einschränkung macht der Chef von Epic Games dann aber: Die neuen IPs werden weitaus schlanker und kostengünstiger sein als ein Gears of War. "Wir haben unsere Studiobelegschaft nicht verfünffacht, als wir mit den Projekten begonnen haben", sagte Capps.

Inhalt:
  1. Riskante neue Spielemarken: Wie Tiefschneefahren im Lawinengebiet
  2. Schwierige Zielgruppenansprache
  3. Sequel-Anwärter und Flops

Die Produktion von AAA-Titeln berge heutzutage enorme Risiken. Das gelte erst recht für neue IPs: "Ein Spiel wie Homefront verkauft sich ein paar Millionen Mal und dann schließen sie das Studio." Capps sprach vielen Publishern aus dem Herzen. Neue AAA-Marken für PC und Konsole gelten heutzutage als etwa so ungefährlich wie das Tiefschneefahren im Lawinengebiet. Botschaften von dichtgemachten Entwicklerstudios scheinen zu bestätigen, wie leicht man sich an einer neuen Marke verhebt.

  • Eric Hirshberg, Activision: "Die Nachfrage nach neuen IPs sinkt."
  • Frank Gebeau, EA: "Eine oder zwei neue IPs pro Jahr".
  • Mike Capps, Epic Games: "Fünf neue IPs für PC."
  • Yves Guillemot, Ubisoft: "Neue IPs auf neuen Konsolen."
Mike Capps, Epic Games: "Fünf neue IPs für PC."

Viele Firmen setzen deshalb lieber auf bewährte Konzepte und veröffentlichen Sequel um Sequel. Schon ein flüchtiger Blick auf das Line-Up der diesjährigen Gamescom zeigt, wie fröhlich die Studios an Fortsetzungen basteln. Ob nun Borderlands 2 oder Forza 4, ob Mario Kart 7 oder Fifa 12 - die etablierten Franchises dominieren das Feld. Entdeckt man in der Masse doch mal eine neue IP im AAA-Format, dann wirkt das fast schon rührend. Tatsächlich gibt es also Publisher, die noch an die Kraft neuer Marken glauben. Fragt sich nur: Warum? Woher nehmen sie die Zuversicht, eine frisch entwickelte IP am Markt etablieren zu können?

Frisch bleiben

Bei Electronic Arts jedenfalls ist die Sache ziemlich eindeutig: Der Konzern verfügt über ein derart breites Portfolio, dass er sich auch den einen oder anderen Ausrutscher leisten kann. "Wir werden immer im Geschäft mit neuen IPs aktiv sein", sagte EA-Labels-Präsident Frank Gibeau auf der Gamesom dem Magazin CVG. "Es geht hier um Unterhaltung - wir müssen frisch bleiben und uns verändern, um den Erwartungen der Leute einen Schritt voraus zu sein."

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Ganz so frisch wie 2008 ist EA aktuell nicht: Damals veröffentlichte die Firma mit Dead Space und Mirror's Edge gleich zwei neue IPs. Gibeau gibt aber zu bedenken, dass die "Schränke damals leer waren. Zuvor hatten wir uns auf Lizenzen konzentriert". Für die Zukunft jedenfalls verspricht Gibeau "eine oder zwei neue IPs pro Jahr, soweit ich das abschätzen kann". EA präsentierte auf der Gamescom den Koop-Shooter Overstrike, der von Insomniac Games produziert wird. Das Spiel bedient sich aus verschiedenen Erfolgsrezepten und lässt sich grob als "Left 4 Dead ohne Zombies" beschreiben. Eine weitere neue IP ist das Solo-Rollenspiel Kingdoms of Amalur: Reckoning, das gemeinsam von 38 Studios und Big Huge Games entwickelt wird.

38-Studios-Gründer Curt Schilling selbst hat das Spiel als Mischung aus God of War und Oblivion bezeichnet, bei der diesjährigen E3 gewann es den Gametrailers-Award für die "beste neue IP". Die Beispiele zeigen: Neue Marken müssen nicht unbedingt originell sein - solange sie bestehende Konzepte erfolgreich mixen.

Schwierige Zielgruppenansprache 
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motzerator 25. Okt 2011

Spieler wollen tatsächlich gerne wissen, wofür sie ihr Geld ausgeben, vor allem bei...

zilti 15. Okt 2011

Lass mich raten - du hast nicht die geringste Ahnung, was "From Dust", abgesehen von...

DER GORF 26. Sep 2011

Öhm, war Homefront nicht das Spiel über das sich alle beschwert haben weils zu kurz und...

Planet 23. Sep 2011

Ja eben nicht? Artikel gar nicht gelesen? :) Siehste, ohne Zombies ist alles doof! ;)

oakmann 22. Sep 2011

Da sind sie alle Spieleprogrammierer analysieren den ganzen Markt und warum dies und das...


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