• IT-Karriere:
  • Services:

Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung

Klage gegen Mobilfunker wegen illegaler Datensammlung

Datenschützer wollen Geldbußen von 300.000 Euro gegen die deutschen Mobilfunkbetreiber, BT und M-Net durchsetzen. Die Firmen sammelten weit mehr Daten, als zu Anrechnungszwecken nötig und hielten diese zu lange vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung: Klage gegen Mobilfunker wegen illegaler Datensammlung
(Bild: Deutsche Telekom)

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat wegen illegaler Datensammlung Anzeige gegen E-Plus, Telefónica, Deutsche Telekom und Vodafone sowie gegen M-Net und BT erstattet. Die Datenschützer werfen den Telekommunikationsunternehmen vor, unter Verstoß gegen Paragraf 97 des Telekommunikationsgesetzes bis zu sechs Monate lang die Anrufannahme zu protokollieren, obwohl dies in aller Regel nicht kostenpflichtig ist. Ziel ist die Verhängung von Geldbußen bis zu 300.000 Euro.

Stellenmarkt
  1. Felsomat GmbH & Co. KG, Königsbach-Stein
  2. Brunner GmbH, Rheinau

Ein Leitfaden zum Datenzugriff der Generalstaatsanwaltschaft München war im Juni 2011 auszugsweise im Internet veröffentlicht worden. Danach speichern die Unternehmen umfangreiche Nutzerdaten weit länger als erlaubt. Es werde erfasst, wer aus welcher Funkzelle wie lange mit wem telefoniert, hieß es. Diese Verkehrsdaten blieben vollständig verfügbar. Nur die Telefónica lösche die meisten dieser Daten nach sieben Tagen.

M-Net hat sich gegen die Vorwürfe verteidigt: Bereits am ersten Tag nach dem Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung im März 2010 habe das Unternehmen mit der Datenlöschung begonnen. "Verkehrsdaten wurden und werden entsprechend den gesetzlich vorgegebenen und mit dem Kunden vereinbarten Regelungen daher fortlaufend gelöscht. Da sich die Speicherpraxis der M-net somit ausnahmslos nach den gesetzlichen Bestimmungen gestaltet, sind die aktuellen Vorwürfe einer unrechtmäßigen Vorratsdatenspeicherung unsererseits keineswegs nachvollziehbar."

Bei Internetzugangsdiensten auf Flatrate-Basis würden bei M-Net die IP-Adresse sowie Beginn und Ende ihrer Zuteilung nach Datum und Uhrzeit für die Dauer von drei Tagen nach Beendigung der Verbindung gespeichert. "Die Speicherung erfolgt ausschließlich, um den ordnungsgemäßen Betrieb unserer Zugangsdienste sicherzustellen und auch nur in dem Umfang, wie es für die Erkennung von Angriffen, Angriffsversuchen und Sicherheitsverletzungen und gegebenenfalls deren Rückverfolgung erforderlich ist", erklärte das Unternehmen. Verkehrsdaten bei Sprachverbindungen würden nur so lange vorgehalten, wie sie zu Abrechnungszwecken mit den Kunden oder den Carrierpartnern benötigt würden. Eine darüber hinausgehende Speicherpraxis gebe es nicht, erklärte der Netzbetreiber für Unternehmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Elite Dangerous für 5,99€, Planet Zoo für 19,99€, Struggling für 5,99€, LostWinds...
  2. 18,99€

GodsBoss 22. Sep 2011

Trotzdem können auch alle Unternehmen zusammen nicht einfach die Preise erhöhen und...


Folgen Sie uns
       


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /