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Julian Assange: Autobiografie von Wikileaks-Gründer erschienen

Obwohl Julian Assange das bis zuletzt verhindern wollte, ist in Großbritannien nun seine Autobiografie erschienen. Der Gründer von Wikileaks erzählt darin auch über die gegen ihn in Schweden vorgebrachten Vorwürfe der Vergewaltigung.
/ Nico Ernst
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Julian Assange im Februar 2011 (Bild: Paul Hackett/Reuters)
Julian Assange im Februar 2011 Bild: Paul Hackett/Reuters

Nach einem Rechtsstreit mit dem Verlag Canongate, bei dem es unter anderem um einen Vorschuss von 500.000 britischen Pfund ging, hat der Verlag nun das Buch " Julian Assange: The Unauthorised Autobiography(öffnet im neuen Fenster) " veröffentlicht. Auch eine deutsche Ausgabe ist bereits angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , einen Erscheinungstermin gibt es aber noch nicht.

Wie der Verlag bei Amazon UK berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wollte Assange die Veröffentlichung im Juni 2011 verhindern und aus dem Vertrag mit Canongate austreten. Gründe nennt das Unternehmen nicht, betont aber, dass es sich an den Vertrag gebunden fühle.

Zudem habe Assange den Vorschuss bereits teilweise ausgegeben, um seine Anwälte zu bezahlen. Da die weitere Zusammenarbeit nicht mehr gegeben war, habe Canongate nun die unredigierte erste Entwurfsfassung gedruckt, die unter anderem auf 50 Stunden Tonbandaufzeichnungen von Interviews mit Assange basiert.

Das Buch liegt der britischen Tageszeitung Independent vor. Das Blatt berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass Assange den Vorwürfen der Vergewaltigung , die gegen ihn in Schweden erhoben werden, ein ganzes Kapitel widmet. Dem Independent zufolge bringt Assange erneut vor, dass er kurz vor dem Zusammentreffen mit zwei Frauen vor einer Falle durch US-Behörden gewarnt worden sei.

Einvernehmlichen Sex mit den Frauen gibt Assange erneut zu, meint aber, dass die späteren Anzeigen entweder durch eine Verschwörung oder eigenes Verschulden zustande gekommen sein könnten – er habe die Frauen nämlich, anders als versprochen, nicht zurückgerufen. "Einer meiner Fehler war es, von ihnen zu erwarten, sie würden das verstehen" , zitiert die Zeitung aus der Autobiografie.


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