Notfallpatch: Adobe schließt bereits ausgenutzte gefährliche XSS-Lücke
Adobe muss den Flashplayer außerhalb der Quartalsupdates mit einem Sicherheitspatch versorgen. Den Notfallpatch hat Adobe gestern erst angekündigt . Schnelles Handeln war nötig, da eine der Sicherheitslücken bereits für gezielte Angriffe ausgenutzt wird. Anwender werden mit E-Mails auf eine Webseite gelockt, die einen Programmfehler im Flash Player für offenbar kriminelle Zwecke missbraucht. Dazu wird eine Cross-Site-Scripting-Sicherheitslücke verwendet (CVE-ID 2011-2444). Die Sicherheitslücke wurde von Google an Adobe gemeldet. Laut Securityfocus(öffnet im neuen Fenster) ist es möglich, über die Schwachstelle Cookie-basierte Zugangsdaten zu stehlen, um weitere Angriffe zu starten.
Weitere Schwachstellen, die jedoch nicht ausgenutzt werden, ermöglichen es einem Angreifer, den Flashplayer zum Absturz zu bringen und sogar die Kontrolle über das System zu übernehmen.
Adobe Reader hat vermutlich auch Lücken
Im Security Bulletin nennt Adobe Details und Downloadmöglichkeiten(öffnet im neuen Fenster) zu den insgesamt sechs gemeldeten Lücken. Laut Adobe wird nur eine der Lücken aktiv ausgenutzt. Um Adobe-Reader- und -Acrobat-Nutzer zu beruhigen, schreibt der Softwareentwickler, dass diese Programme nicht von der Sicherheitslücke 2011-2444 in der Flashkomponente authplay.dll betroffen seien. Zu den anderen CVE-IDs äußert sich Adobe jedoch nicht.
Es ist wohl zu befürchten, dass damit auch Sicherheitslücken in den PDF-Programmen existieren. Patches gibt es für die weit verbreiteten Programme in den Versionen 9 und 10 aber nicht. Adobes PDF-Programme der Version 8 können prinzipbedingt nicht von Flash-Sicherheitslücken betroffen sein. Allerdings wird der Support vom Adobe Reader und Acrobat 8 im November 2011 eingestellt .
Der nächste Quartalspatchday für Adobes PDF-Software ist Mitte Dezember 2011.
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