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Digitale Bibliotheken

Verbände einig über Digitalisierung vergriffener Werke

Europäische Verbände von Rechteinhabern, Autoren und Bibliotheken haben sich auf Prinzipien für die Digitalisierung vergriffener Werke verständigt. Das geistige Eigentum von Rechteinhabern und Autoren soll gewahrt bleiben.

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Digitale Bibliotheken: Verbände einig über Digitalisierung vergriffener Werke
(Bild: CC Attribution-Share Alike 2.5 Generic)

Im Bemühen um die Einrichtung digitaler Bibliotheken haben sich Autoren, Rechteinhaber und Bibliotheken auf gemeinsame Richtlinien verständigt. Ein am Dienstag von europäischen Verbänden der Interessensgruppen vereinbartes Verständigungspapier legt Grundprinzipien für die nicht kommerzielle Digitalisierung von nicht mehr lieferbaren Werken ("out-of-commerce works") in der EU fest.

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EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier erklärte anlässlich der Unterzeichnung: "Die heute getroffene Vereinbarung stellt für die Rechteinhaber einen wichtigen Schritt nach vorn auf dem Weg hin zu machbaren und konkreten Lösungen zur Förderung der Errichtung digitaler Bibliotheken in Europa und zur Sicherstellung des Zugangs zu unserem reichen kulturellen Erbe dar."

Pirjo Hiidenmaa, Präsident des Europäischen Autorenverbands, sagte: "Das Memorandum erkennt die zentrale Rolle der Autoren an, gibt ihren Büchern neues Leben und ermöglicht es den Lesern, sich wieder und wieder daran zu erfreuen."

Das erste der drei jetzt vereinbarten Prinzipien legt fest, dass die Digitalisierung und öffentliche Zugänglichmachung nicht mehr lieferbarer Werke auf der Basis freiwilliger Vereinbarungen zwischen "allen relevanten Parteien einschließlich der Autoren und Verlage" erfolgen soll. Diese sollten sich darüber verständigen, auf welche Weise festgestellt wird, wann ein Werk nicht mehr lieferbar ist und in welchem Umfang die Digitalisierung erfolgen darf.

Das zweite Prinzip betrifft die kollektive Lizenzierung von vergriffenen Werken für die Digitalisierung. Dabei ist vorgesehen, dass Rechteinhaber "das Recht zum Opt-out" aus Lizenzvereinbarungen bekommen. Im dritten Prinzip geht es schließlich um die Ausgestaltung von Lizenzen für den grenzüberschreitenden Zugang zu digitalen Bibliotheken.

Seine Bedeutung zieht das Papier daraus, dass wichtige Verbände der verschiedenen Betroffenen und Beteiligten sich zu den darin festgehaltenen Prinzipien bekennen. Es könnte daher zur Grundlage für die Festlegung EU-weiter Normen für die Digitalisierung vergriffener Werke werden.

Zu den Unterzeichnern gehören der Verband der Europäischen Forschungsbibliotheken (LIBER), die Konferenz der Europäischen Nationalbibliothekare (CENL), das Europäische Büro der Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationsverbände (EBLIDA), der Europäische Journalistenverband (EFJ), der Europäische Verlegerrat (EPC), der Europäische Autorenverband (EWC), der Europäische Verband der Bildkünstler (EVA), der Europäische Verlegerverband (FEP), der Internationale Verband der Fachverlage (STM) und der Internationale Verband der Organisationen für Reprographierechte (IFRRO). Die EU-Kommission war durch Kommissar Michel Barnier und die Beauftragte für geistiges Eigentum, Maria Martin-Prat, vertreten.



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