Abo
  • IT-Karriere:

Nikon 1 ausprobiert

Nikon wird böse

Zu FX und DX kommt jetzt CX als sogenanntes Evil-System. Nikon baut ein drittes Kamerasystem auf, das sich technisch zwischen einer DSLR und einer Kompaktkamera positionieren lässt. Dazu gibt es ein neues Bajonett und einen neuen Sensor. Golem.de hat die Nikon 1 ausprobiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Nikons neue Systemkamera
Nikons neue Systemkamera (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Mit der Nikon 1 hat der Digitalkameraspezialist ein Kamerasystem vorgestellt, das zuvor gern als Evil, böse, bezeichnet wurde. Evil ist dabei die Abkürzung für Electronic Viewfinder Interchangeable Lens. Es gibt also keinen Spiegel mehr und trotzdem lassen sich die Objektive tauschen. Dadurch, dass das Bild nicht mehr optisch, sondern elektronisch beurteilt wird, können diese Systemkameras besonders kompakt produziert werden. Nikon ist einer der letzten Hersteller, der eine Alternative zu den klobigen digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) auf den Markt bringen will. Dass Nikon an dieser Systemkamera arbeitet, ist schon lange bekannt. In letzter Zeit wurden Bilder der Kamera entdeckt und Patentanträge wiesen auf die Entwicklung einer Kamera ohne Spiegel hin.

Zwei Kameramodelle

Zur Nikon 1 gehören zwei unterschiedliche Modelle. Wir haben die Nikon 1 V1 ausprobiert. Sie ist das flexiblere, aber auch teurere Modell der beiden Kameras. Die J1 hingegen besitzt keinen elektronischen Sucher und auch keinen Blitzschuh. Dafür ist ein Blitz integriert. Diese integrierte Lösung ist wiederum bei der V1 nicht vorhanden. Der proprietäre Blitzschuh der V1 kann unter anderem mit einem GPS-Empfänger oder Aufsteckblitz benutzt werden. Auch ein Mikrofon lässt sich per Adapter aufstecken, dann fehlt aber die elektronische Verbindung. Da die V1 einen Mikrofoneingang hat, klappt das dennoch mit dem externen Mikrofon, falls das interne Stereomikrofon der V1 nicht ausreichen sollte.

  • Nikons V1 hinter einem iPhone 4 und einer Fujifilm Finepix F31fd (Bilder: Andreas Sebayang)
  • Das 10-30er-Objektiv eingefahren...
  • ... und ausgefahren. Nur dann lassen sich auch Fotos schießen.
  • Die Rückseite bietet normale Kontrollen, wie eine Vier-Wege-Wippe, die gleichzeitig drehbar ist. Für das Rein- und Rauszoomen innerhalb bereits geschossener Bilder gibt es oben rechts eine Wippe.
  • Biltzschuh-Abdeckung entfernt
  • Kein Spiegel schützt den Sensor.
  • Kleine Objektive, hier das 10-30er
  • Nikon 1 V1
  • Nikon 1 V1. Der Kamerahersteller hatte genug Modelle zum Ausprobieren da.
  • Das günstigere Modell J1. Es ist etwas kleiner und hat keinen Sucher.
  • Das 30-110er-Objektiv...
  • ... muss auch ausgefahren werden.
  • Pancake-Linse mit 10 mm Brennweite. Auf das Kleinbild gerechnet sind das 27 mm.
  • Alle günstigen Objektivtypen in einer Reihe
  • Das teuerste Objektiv ist das Reise- und Filmzoom.
  • Gezoomt wird per Motor. Auch dieses Objektiv muss erst einmal herausfahren. Ein Sperrschalter kann das Hereinfahren aber verhindern, ...
  • ... damit die Kamera sofort wieder bereit ist.
Nikons V1 hinter einem iPhone 4 und einer Fujifilm Finepix F31fd (Bilder: Andreas Sebayang)

Nikon behauptet, mit der Nikon 1 werde ein neuer Markt bedient, der das DSLR-Segment nicht beeinflusst. Den Konkurrenzdruck sollten die beiden Hersteller Canon und Nikon aber dennoch gespürt haben. Denn spiegellose Systemkameras wie die Sony Nex und Panasonics G-Serie gibt es schon eine Weile und sie finden immer mehr Abnehmer.

CX-Sensor

Nikons 1er Serie besitzt ein neues Bajonett mit 39,8 mm Durchmesser, das kleiner als das bisherige F-Bajonett ist. 13,2 x 8,8 mm misst der 10-Megapixel-Sensor (Cropfaktor: 2,7) mit dem Namen CX und er ist damit kleiner als Panasonics und Olympus' Micro-Four-Thirds-Format (18 x 13,5 mm) und auch kleiner als das DX-Format der nächstgrößeren Nikons (etwa 23,7 x 15,6 mm). Das System ist also neu und ohne Adapter inkompatibel zum bisherigen Nikon-Equipment.

Stellenmarkt
  1. ERGO Group AG, Düsseldorf
  2. Transdev GmbH, Berlin

Die Kamera dürfte damit systembedingt nicht so lichtstark sein wie die DSLRs. Der kleinere Sensor erlaubt aber auch kleinere Objektive. Nikon hat die Kamera mit Blick auf eine einfache Bedienung mit flottem Menüsystem und dennoch interessanten Funktionen konzipiert. Im Filmmodus (1080p60), der über eine separate Taste gestartet wird, lassen sich beispielsweise gleichzeitig Fotos schießen, ohne die Aufnahme dabei zu unterbrechen. Das funktionierte bei unserem Test gut. Die Aufnahmen haben zwar eine Fotoauflösung, liegen aber bedingt durch das Filmen nur im 16:9-Format vor. Selbst das Schießen mehrerer Fotos in kurzer Zeit, zum Beispiel zur Rhythmus von Musik, war möglich.

Fokus per Phase Detection 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 5,55€
  2. (u. a. GRAND THEFT AUTO V: PREMIUM ONLINE EDITION 13,99€, Shadows: Awakening 12,50€)
  3. (aktuell u. a. Monitore, Mäuse, CPUs)
  4. mit Gutschein: NBBCORSAIRPSP19

volkskamera 22. Sep 2011

Die gleichen Fragen kannst Du bei Fahrzeugen von VW oder bei Produkten von Apple stellen.

Der Spatz 22. Sep 2011

Und du glaubst wirklich, dass dann beim EF Objektiv die Blende vom Adapter gesteuert...

kendon 22. Sep 2011

bei den meisten dslrs leider nicht, nein. spricht nicht unbedingt für deine kompetenz...

kendon 22. Sep 2011

danke. ich nominiere diesen ^^ post für den kompetentesten post im golem-forum 2011!

fotografer 22. Sep 2011

Witzig finde ich das Nikon der Coolpix 7100 ein zweites Einstellrad spendiert und die...


Folgen Sie uns
       


Cepton Lidar angesehen

So funktioniert der Laserscanner des US-Startups Cepton.

Cepton Lidar angesehen Video aufrufen
Black Mirror Staffel 5: Der Gesellschaft den Spiegel vorhalten
Black Mirror Staffel 5
Der Gesellschaft den Spiegel vorhalten

Black Mirror zeigt in der neuen Staffel noch alltagsnäher als bisher, wie heutige Technologien das Leben in der Zukunft katastrophal auf den Kopf stellen könnten. Dabei greift die Serie auch aktuelle Diskussionen auf und zeigt mitunter, was bereits im heutigen Alltag schiefläuft - ein Meisterwerk! Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Tobias Költzsch

  1. Streaming Netflix testet an Instagram erinnernden News-Feed
  2. Start von Disney+ Netflix wird nicht dauerhaft alle Disney-Inhalte verlieren
  3. Videostreaming Netflix will Zuschauerzahlen nicht länger geheim halten

Projektmanagement: An der falschen Stelle automatisiert
Projektmanagement
An der falschen Stelle automatisiert

Kommunikationstools und künstliche Intelligenz sollen dabei helfen, dass IT-Projekte besser und schneller fertig werden. Demnächst sollen sie sogar Posten wie den des Projektmanagers überflüssig machen. Doch das wird voraussichtlich nicht passieren.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel


    Final Fantasy 7 Remake angespielt: Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte
    Final Fantasy 7 Remake angespielt
    Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte

    E3 2019 Das Remake von Final Fantasy 7 wird ein Riesenprojekt, allein die erste Episode erscheint auf zwei Blu-ray-Discs. Kurios: In wie viele Folgen das bereits enorm umfangreiche Original von 1997 aufgeteilt wird, kann bislang nicht mal der Producer sagen.

    1. Final Fantasy 14 Online Report Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
    2. Square Enix Final Fantasy 14 erhält Solo-Inhalte und besonderen Magier
    3. Rollenspiel Square Enix streicht Erweiterungen für Final Fantasy 15

      •  /