Abo
  • Services:

WebFWD

Mozilla sucht programmierende Web- und Weltverbesserer

Golem.de hat mit WebFWD-Leiter Pascal Finette über die ersten Projekte von Mozillas Inkubator gesprochen und gefragt, was WebFWD vom klassischen Startup-Helfer unterscheidet - geht es Mozilla doch nicht um Profit, sondern darum, das Web und die Welt besser zu machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Pascal Finette über WebFWD
Pascal Finette über WebFWD (Bild: Mozilla)

Mit WebFWD will Mozilla Entwickler und Unternehmer unterstützen, die mit ihren Ideen das Web oder mit dem Web die Welt verbessern wollen. Geld spiele dabei keine große Rolle, sagt Pascal Finette, der WebFWD bei Mozilla leitet. Zwar war zunächst geplant, die Unternehmen und Projekte auch finanziell zu unterstützen, doch bislang geht es den Bewerbern vor allem um den Kontakt zu den Mozilla-Entwicklern und deren Netzwerk.

Stellenmarkt
  1. Derby Cycle Werke GmbH, Cloppenburg
  2. Versicherungskammer Bayern, Saarbrücken

Auch vom Angebot, die Büroräume von Mozilla zu nutzen, machen die beiden bislang unterstützten Teams keinen Gebrauch, sie profitieren vielmehr von Mozillas Erfahrung, mit dezentralen Teams über das Web zusammenzuarbeiten. Und so ist WebFWD nicht an einen Ort gebunden, jeder kann sich bewerben, ganz gleich, wo auf der Welt er sitzt.

Kein klassischer Inkubator

Ein klassischer Inkubator für Startups soll WebFWD nicht sein, wie Finette sagt. Mozilla will Aktivisten und Unternehmer ansprechen, bei denen nicht der Profit an erster Stelle steht, sondern der Wille, etwas zu verändern. Mozilla will diesen Menschen ein Umfeld bieten, in dem sie auf Gleichgesinnte treffen.

Das bedeutet nicht, dass die Projekte kein Geschäftsmodell brauchen. Die von WebFWD geförderten Projekte sollen letztendlich auf eigenen Beinen stehen können.

Kontakte und Wissen vermitteln

Die Förderungen umfasst die Vermittlung von Wissen aus verschiedenen Bereichen der Programmierung, aber auch über Themen wie dem Aufbau einer funktionierenden Onlinecommunity, Marketing und Recht. Dazu steht ein Netzwerk von Mentoren bereit, darunter Enrique Allen (The Designer Fund), Dion Almaer (Walmart.com), Garrett Camp (Stumbleupon), Eliot Horowitz (10gen), Brian LeRoux (Nitobi), John Lilly (ehemaliger Mozilla-CEO, heute Greylock Partners), John Resig (jQuery-Gründer, Kahn Academy) und Aza Raskin (Massive Health).

Vor allem aber kann Mozilla Zugang zu den eigenen Mitarbeitern - zu denen auch Javascript-Erfinder Brendan Eich gehört - und Kontakte bieten, auch, aber nicht nur zur Venture-Capital-Szene.

Zudem soll die Marke Mozilla helfen, Projekte bekanntzumachen, wobei Mozilla auch direkte Unterstützung bieten will, während die Projekte aufgefordert werden, über ihre Ideen zu bloggen. Von Geheimhaltung und Stealth-Mode hält WebFWD-Gründer Finette nichts: Wer über seine Ideen rede, könne nur gewinnen, auch in sehr wettbewerbsintensiven Bereichen, sagt Finette im Gespräch mit Golem.de.

Langfristige Unterstützung

Das ursprünglich geplante Format, Projekte über einen Zeitraum von vier Wochen zu unterstützen, bis diese einen funktionierenden Prototyp vorweisen können, wurde bereits umgestellt. Viele Interessenten hätten sich eine längerfristige Zusammenarbeit mit Mozilla gewünscht, so dass die Förderung nun auf mindestens sechs Monate ausgelegt ist, erklärt Finette.

Openphoto und Cash Music

Die ersten beiden von WebFWD unterstützen Projekte sind Openphoto und Cash Music. Openphoto hat eine Open-Source-Plattform zum Austausch von Fotos entwickelt, die Nutzern komplette Kontrolle und Portabilität der Daten verspricht. Fotos und Metadaten wie Tags und Kommentare können auf eigenem Cloud-Speicherplatz hinterlegt und beliebig auf unterschiedlichen Plattformen eingestellt werden. Die Nutzer sollen unabhängig vom Anbieter werden, wobei Openphoto auch einen eigenen kostenpflichtigen Hostingdienst für diejenigen plant, die die Software nicht selbst installieren wollen.

Die gemeinnützige Organisation Cash Music will unabhängigen Musikern Werkzeuge zur Selbstvermarktung an die Hand geben. Diese sollen mit Hilfe einer Open-Source-Software ihre eigene Musik bewerben, zum Download anbieten und verkaufen können. Die Software entstand in Zusammenarbeit mit Künstlern und unabhängigen Plattenfirmen. Dass Cash Music nun durch Mozilla gefördert wird, ist eher Zufall. Das Team hat sich selbst nicht bei Mozilla beworben; der Kontakt zu WebFWD kam durch gemeinsame Bekannte der Macher von WebFWD und Cash Music zustande.

Mit weiteren Projekten laufen derzeit Gespräche. Darunter sind laut Finette weitere Kandidaten, die sich nicht mit klassischen Mozilla-Themen beschäftigen. Lediglich mit dem Thema Web sollen alle von WebFWD geförderten Projekt in einem Zusammenhang stehen und deren Macher sollten programmieren können.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 27,99€
  3. ab 69,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.10.)

Folgen Sie uns
       


Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1)

Im ersten Teil unseres Livestreams zu Pathfinder Kingmaker ergründen wir das Regelsystem, erschaffen Goleria Golerta und verteidigen unsere Burg.

Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1) Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
    Mate 20 Pro im Hands on
    Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

    Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
    Ein Hands on von Tobias Költzsch

    1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
    2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
    3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

      •  /