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KVM: Verschachtelte Virtualisierung auf Intel-CPUs

Im Kernel 3.1 bekommt die Virtualisierungstechnik KVM die Unterstützung für Nested Virtualization, also verschachtelte Gastinstallationen auf Intel-CPUs. Sinnvoll soll das beim Einsatz von Windows 7 als Gastsystem mit virtualisiertem XP sein.
/ Jörg Thoma
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Mit Nested Virtualization lassen sich Gastsysteme in Gastsystemen installieren und nutzen. (Bild: KVM)
Mit Nested Virtualization lassen sich Gastsysteme in Gastsystemen installieren und nutzen. Bild: KVM

Die Gruppe von IBM-Entwicklern, die das sogenannte Nested Virtualization(öffnet im neuen Fenster) in der Kernel-based Virtual Machine (KVM) auf Intel-Prozessoren entwickelt hat, hat in einem Whitepaper das Einsatzszenario(öffnet im neuen Fenster) der verschachtelten Virtualisierung dargestellt. So soll sich künftig in Windows-7-Gastsystemen auch das mitgelieferte, virtuelle Windows XP unter KVM nutzen lassen.

Bei der Nested Virtualization können innerhalb von Gastsystemen auch weitere virtuelle Gäste installiert werden. Bislang konnte KVM diese Funktion nur mit AMD-Prozessoren bieten. Ab Kernel 3.1 soll die verschachtelte Virtualisierung auch mit Intel-Prozessoren funktionieren.

Allerdings gibt es noch einige Einschränkungen: Es lassen sich gegenwärtig nur Linux-Gastsysteme in einer Nested-Virtualization-Instanz von KVM starten. Außerdem werden nur 64-Bit-Hypervisoren unterstützt. Zudem muss die Option explizit über den Parameter nested=1 aktiviert werden. Weitere Funktionen, wie die geplante Unterstützung für Windows, sollen später durch Patches nachgereicht werden.


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