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Mit Ex-Acer-Chef: Lenovo bereitet Preiskrieg in Deutschland vor

Lenovo will mit seiner neuen Marke Medion expandieren und über Preissenkungen Marktanteile hinzugewinnen. Dafür wurde ein Experte engagiert: Acers ehemaliger Vorstandschef.
/ Achim Sawall
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Der damalige Acer-Chef Gianfranco Lanci im November 2010 in New York (Bild: Shannon Stapleton/Reuters)
Der damalige Acer-Chef Gianfranco Lanci im November 2010 in New York Bild: Shannon Stapleton/Reuters

Lenovo hat den früheren Acer-Vorstandschef Gianfranco Lanci engagiert und bereitet einen Preiskrieg in Deutschland und in anderen europäischen Ländern vor. Das berichtet die taiwanische Branchenzeitung Digitimes aus PC-Herstellerkreisen(öffnet im neuen Fenster) . Lanci hat einen Beratervertrag bei dem chinesischen Computerhersteller unterschrieben, soll bei der Reorganisation von Medion helfen und die Erweiterung des Marktanteils des Unternehmens von Deutschland aus beginnen.

Lenovo hatte im Juni 2011 ein Übernahmeangebot für Medion in Höhe von 629 Millionen Euro abgegeben. Das Unternehmen aus Essen ist für seine Supermarktnotebooks und Personal Computer bekannt und stellt unter anderem die Aldi-PCs her.

Lanci gilt als Experte für die Erhöhung von Marktanteilen für PC-Unternehmen. Zuletzt waren in Europa die PC-Preise gefallen, als Acer seine hohen Lagerbestände abbauen musste. Fast drei Millionen stark verbilligte Notebooks kamen auf den europäischen Markt.

Wie die Zeitung weiter berichtet, könnten Lanci weitere Acer-Mitarbeiter zu Lenovo folgen. Ende März 2011 hatte Acer seinen Vorstandschef Gianfranco Lanci entlassen. Lanci hatte bei Acer ein sogenanntes Wettbewerbsverbot unterzeichnet, das ihm für ein Jahr die Tätigkeit für einen Wettbewerber des taiwanischen Konzerns verbietet. Doch Lenovo könnte Lanci aus dem Vertrag herauskaufen. Zuvor war berichtet worden, dass Samsung Electronics Lanci für seine Notebooksparte engagieren wollte. Doch Samsung hatte den Bericht dementiert.

Lenovo ist der weltweit viertgrößte Computerhersteller mit einem Marktanteil von derzeit sieben Prozent in Westeuropa.


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