Hellaphone: Inferno OS für Android-Smartphones

Angestellte der Sandia National Labs haben das Netzwerkbetriebssystem Inferno auf Android-Geräten zum Laufen gebracht. Bisher läuft ihr Inferno-OS-Fork Hellaphone auf einem Smartphone vom Typ Nexus S und dem E-Book-Reader Nook Color .
| |
| Video: Hellaphone - John Floren zeigt Inferno auf einem Nexus S |
Entwickler John Floren zufolge könnte Hellaphone auch im Android-Emulator laufen, was aber schon seit Ewigkeiten nicht mehr ausprobiert worden sei. Hellaphone setzt auf die Linux-Schicht, auf der sonst Android OS aufsetzt, und lädt stattdessen Inferno. Wurde Hellaphone installiert, ist beim Booten kurz ein weißer Bildschirm zu sehen. Wenn währenddessen der Touchscreen angetippt wird, dann wird statt Hellaphone wieder Android geladen.
Da die Java-Umgebung von Android nicht geladen wird, soll es nur etwa 10 Sekunden dauern, bis Inferno vollständig geladen ist. Dabei kann mit dem Nexus S dann auch telefoniert, SMS empfangen und gesendet sowie das Datennetzwerk verwendet werden. Der Webbrowser ist aber noch nicht ganz einsatzfähig.
Der Fenstermanager von Inferno wurde dabei auf Smartphone-Bildschirme angepasst. Fenster werden automatisch auf die volle Bildschirmgröße skaliert, das Menü nach oben verschoben und die Menüpunkte zum leichteren Antippen vergrößert. Multitouch wird bisher nicht unterstützt, der Touchscreen wird wie ein großer Mausknopf genutzt und die physischen Tasten am Gerät für allgemeine Funktionen - so dient etwa der Home-Button zum Minimieren des aktuellen Fensters.






Inferno-Anwendungen werden mit Limbo programmiert und sind darauf ausgelegt, auf verschiedenen Plattformen zu laufen - nun also auch auf Smartphones und Tablets. Die Entwickler empfehlen, vor der Installation von Inferno das Cyanogenmod(öffnet im neuen Fenster) auf dem Nexus S oder Nook zu installieren. Das erleichtere das Ausprobieren. Anleitung und Quellcode zum Inferno-OS-Fork Hellaphone(öffnet im neuen Fenster) werden bei Bitbucket gehostet.



