Datenschutz: Google bessert Analytics nach
Google hat bei seinem Webanalysesystem so nachgebessert, dass es nicht länger gegen die Datenschutzbestimmungen in Deutschland verstößt. Außerdem hat der Suchmaschinenkonzern seine Geschäftsbedingungen entsprechend abgeändert. Zusätzlich stellte Google bereits im Mai 2010 ein Opt-Out Addon bereit .
In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar hat Google das Übertragen der gesamten IP-Adresse durch Analytics entfernt. Stattdessen wird nur eine gekürzte Internetadresse übertragen, über die ein Anwender aber nicht identifiziert werden kann. Nach deutschem Datenschutzrecht war die Übertragung einer eindeutigen IP-Adresse nicht ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Benutzers zulässig.
Außerdem stellt Google ein Addon für gängige Webbrowser zur Verfügung, mit dem das Setzen eines Cookies zum Zweck der Reichweitenanalyse unterbunden werden kann. Damit soll der Nutzer Google Analytics komplett abschalten können. Das Addon steht für den Internet Explorer, Google Chrome, Mozillas Firefox, Apple Safari und Opera zur Verfügung.
Nach den Anpassungen dürfen Webseitenbetreiber Google Analytics künftig bedenkenlos in Deutschland einsetzen.
Der Kompromiss war nach wohl zähem Ringen zustande gekommen. Neben dem Hamburger Datenschutzbeauftragten setzte sich auch sein Kollege Jörg Klingbeil aus Baden Württemberg für die Änderungen ein. Dieser dankte seinem für Google in Deutschland zuständigen Hamburger Kollegen Johannes Caspar "für dessen Hauptarbeit in einem mühsamen, aber letztlich erfolgreichen Abstimmungsprozess."
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