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Inoffiziell: Facebooks Börsengang wird verschoben

Mark Zuckerberg fürchtet, dass ihm mit dem Börsengang die Programmierer weglaufen. Er hat das IPO daher um ein halbes Jahr verschoben.
/ Achim Sawall
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Bild: Robert Galbraith/Reuters

Facebook soll seinen Börsengang von April auf September 2012 oder einen noch späteren Zeitpunkt verschieben. Das berichtet die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) aus Unternehmenskreisen. Mark Zuckerberg, der Chef des weltgrößten sozialen Netzwerks, will, dass die Entwickler sich auf die Produktentwicklung und nicht auf den Verkauf ihrer Firmenanteile konzentrieren. Zuckerberg will für Produktstarts im Sommer 2012 die Beschäftigten im Unternehmen halten.

Andere Internetunternehmen wie Groupon und Zynga haben ihre Pläne für den Börsengang wegen der wirtschaftlichen Turbulenzen und Problemen mit der Börsenaufsicht verschoben. Bei Facebook soll die Verschiebung aber nur interne Gründe haben.

Auf einer Konferenz Ende Mai 2011 hatte Facebooks Chief Operating Officer, Sheryl Sandberg, erklärt, ein Börsengang sei "unvermeidlich", und "das Nächste, was passiert". Facebooks IPO (Initial Public Offering) wäre eines der größten der modernen Unternehmensgeschichte. Im Jahr 2004 erzielte Google beim Börsengang 23 Milliarden US-Dollar.

Das IPO sei wegen der "500-Regelung" in einem US-Gesetz von 1934 nötig. Danach müssen Privatunternehmen, die mehr als 500 Anleger haben, ihre Geschäftsberichte genau wie börsennotierte Unternehmen offenlegen. Facebook überschritt die 500 im Januar 2011, als Goldman Sachs ein Investor wurde. Damit ist das Unternehmen verpflichtet, seinen Geschäftsbericht im April 2012 vorzulegen.

Im Januar 2011 investierten Goldman Sachs und weitere Anleger 1,5 Milliarden US-Dollar in den Betreiber.

Facebook verdoppelte im ersten Halbjahr 2011 seinen Umsatz von 800 Millionen US-Dollar auf 1,6 Milliarden US-Dollar, wie das Wall Street Journal am 8. September 2011 berichtete.


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