Abo
  • Services:

Memory Vault

Sandisks Flashspeicher soll 100 Jahre überstehen

Speziell für die Langzeitarchivierung hat Sandisk eine neue, allerdings sehr kleine Speicherlösung vorgestellt. Der Anwender kann damit beispielsweise seine Fotos für nachfolgende Generationen aufbewahren. Eine Alternative kommt auch bald auf den Markt.

Artikel veröffentlicht am ,
100 Jahre soll Sandisks Speicher halten.
100 Jahre soll Sandisks Speicher halten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Sandisks Memory Vault ähnelt einem USB-Stick. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung und dem Versprechen von Sandisk, einen Datenträger entwickelt zu haben, der Daten 100 Jahre lang sicher aufbewahren kann. Verschiedene Techniken sollen Sandisks Memory Vault vor Korrosion schützen. So besitzt der Stick eine sehr stabil wirkende Metallhülle und einen Mini-USB-Anschluss, der sich hinter einer Klappe befindet. Es ist also ein Kabel nötig, um den Datenträger anzuschließen. Zudem ist das Gehäuse ziemlich groß, so dass der Datenträger nicht so schnell verloren geht.

  • Sandisk Memory Vault (Bilder: Andreas Sebayang)
  • Sandisks USB-Stick hat nicht nur eine ungewöhnliche Form, ...
  • ... sondern muss auch per Kabel angeschlossen werden.
Sandisk Memory Vault (Bilder: Andreas Sebayang)
Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Schwäbisch Hall
  2. FTI Ticketshop GmbH, München

Im Inneren soll der Speicherchip mit einer speziellen Schicht überzogen sein, die Korrosion verhindern soll. Mit dem USB-Stick dringt Sandisk in einen Bereich vor, der zumindest in typischen Elektrofachmärkten gar nicht existiert.

Die Konkurrenz scheiterte mangels Bedarf

Der Markt für Langzeitarchivierungssysteme ist in der Vergangenheit sehr klein geworden. Magnetooptische Discs (MO) haben beim Endanwender kaum Verbreitung gefunden, obwohl diese immerhin mehrere Jahrzehnte ihre Daten sicher vorhalten sollen. Auch professionelle Lösungen wie Sonys PDD oder das UDO-System von Plasmon waren nicht erfolgreich und mussten zeitweise sogar Zahlungsprobleme verkraften.

Mit den immer größer werdenden Festplatten und optischen Datenträgern konnten diese Systeme in der Entwicklung nicht mithalten. Zudem ist vielen Endanwendern nicht bewusst, dass herkömmliche optische Datenträger oder Festplatten für die Langzeitarchivierung nicht geeignet sind.

Sandisk will diesen Markt sehr vorsichtig erschließen. Den Memory-Vault-USB-Stick gibt es vorerst nur mit den Größen 8 und 16 GByte. Das ist zwar deutlich größer als die letzte 3,5-Zoll-MO-Generation (2,3 GByte), aber auch sehr viel kleiner als PDDs und UDOs (23 beziehungsweise 30 GByte). Sandisk will die Vaults zu einem Preis von 50 beziehungsweise 80 Euro in den Handel bringen. Sandisk will erst einmal herausfinden, ob die Käufer überhaupt Interesse an so einer Lösung haben, bevor größere Kapazitäten angeboten werden. Prinzipiell ist das aber geplant. Mit 8 oder 16 GByte lässt sich die heimische Fotosammlung bei vielen nur sichern, wenn die Bilder verkleinert abgelegt werden.

Optische Alternative soll auch bald verfügbar sein

Neben Sandisk hat eine weitere Firma Interesse an der Vermarktung von Langzeitarchivierungssystemen. Millenniata hat die M-Disc entwickelt, die prinzipiell zu DVD+R-Laufwerken lesend kompatibel sein soll. Nur für das Schreiben sind spezielle Laufwerke nötig. Im Unterschied zu normalen DVDs soll sich die Daten- und Reflexionsschicht im Laufe der Zeit bei M-Discs nicht zersetzen und rund 1.000 Jahre halten.

Die M-Disc und Schreiblaufwerke von LG kommen erst im vierten Quartal 2011 auf den Markt, genauso wie Sandisks Memory Vault. Bei Sandisk ist das genaue Verkaufsdatum aber schon bekannt. Ab dem 14. Oktober sollen die Datenträger verfügbar sein.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 349,00€ (inkl. Call of Duty: Black Ops 4 & Fortnite Counterattack Set)
  2. 119,90€

Nr.1 20. Sep 2011

Die Idee finde ich gar nicht mal schlecht! Ein Datenträger, der die Informationen...

Indiana 20. Sep 2011

Und auch Checksummen machen, denn wenn kippen nur einzelne Bytes.

tingelchen 19. Sep 2011

Langzeitarchivierung kostet nicht nur Sinnlos Geld, sondern auch Zeit und Nerven. Es...

Xstream 15. Sep 2011

definitiv nicht, die ladung verschwindet langsam aus dem flash speicher und muss...

Anonymer Nutzer 15. Sep 2011

DVD-RAM ist die einzige noch marktgängige Technik für optische Langzeitspeicherung. Man...


Folgen Sie uns
       


AMD Radeon VII - Test

Die Radeon VII ist die erste Consumer-Grafikkarte mit 7-nm-Chip. Sie rechnet ähnlich schnell wie Nvidias Geforce RTX 2080, benötigt aber viel mehr Energie und ist deutlich lauter. Mit einem Preis von 730 Euro kostet die AMD-Karte überdies etwas mehr, die 16 GByte Videospeicher helfen nur selten.

AMD Radeon VII - Test Video aufrufen
Asana-Gründer im Gespräch: Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen
Asana-Gründer im Gespräch
"Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen"

Asana ist aktuell recht erfolgreich im Bereich Business-Software - zahlreiche große Unternehmen arbeiten mit der Organisationssuite. Für Mitgründer Justin Rosenstein geht es aber nicht nur ums Geld, sondern auch um die Unternehmenskultur - nicht nur bei Asana selbst.
Ein Interview von Tobias Költzsch


    Ottobock: Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert
    Ottobock
    Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert

    Es verleiht zwar keine Superkräfte. Bei der Arbeit in unbequemer Haltung zum Beispiel mit dem Akkuschrauber unterstützt das Exoskelett Paexo von Ottobock aber gut, wie wir herausgefunden haben. Exoskelette mit aktiver Unterstützung sind in der Entwicklung.
    Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta


      Chromebook Spin 13 im Alltagstest: Tolles Notebook mit Software-Bremse
      Chromebook Spin 13 im Alltagstest
      Tolles Notebook mit Software-Bremse

      Bei Chromebooks denken viele an billige, knarzende Laptops - das Spin 13 von Acer ist anders. Wir haben es einen Monat lang verwendet - und uns am Ende gefragt, ob der veranschlagte Preis für ein Notebook mit Chrome OS wirklich gerechtfertigt ist.
      Ein Test von Tobias Költzsch


          •  /