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Windows 8

Nutzer sollen ihre Computer nicht mehr ausschalten

Mit dem neuen Stromsparmodus Connected Standby in Windows 8 will Microsoft für konsistent lange Akkulaufzeiten sorgen, so dass Nutzer keinen Grund mehr haben, ihren Rechner herunterzufahren.

Artikel veröffentlicht am ,
Tablet-Prototyp mit Connected Standby
Tablet-Prototyp mit Connected Standby (Bild: Microsoft)

Telefone werden fast nie ausgeschaltet, sie verharren zumeist im Standby-Modus und laufen so mehrere Tage mit einer Akkuladung. Genau das will Microsoft auch für Tablets und Notebooks mit Windows 8 erreichen. Dazu führt Microsoft den neuen Stromsparmodus Connected Standby ein. Dieser soll die Leistungsaufnahme minimieren und zugleich dafür sorgen, dass alle Applikationen beim Einschalten sofort auf dem aktuellen Stand sind.

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Aktiviert wird der Modus Connected Standby mit dem Ein- und Ausschalter oder automatisch nach einer gewissen Zeit der Inaktivität. Verlassen wird er auf die gleiche Art und Weise mit dem Power-Knopf oder automatisch, wenn ein Eingabegerät angeschlossen wird. Im Zustand "Connected Standby" ist das Gerät dann zwar faktisch an, fühlt sich für den Nutzer aber an, als sei es ausgeschaltet. Die Akkulaufzeit muss in dem neuen Modus sehr lang sein, da diese Illusion andernfalls nicht aufrechterhalten werden kann.

  • Microsoft erläutert Connected Standby auf der Build Windows.
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  • Testsystem mit Nvidias ARM-Prozessor Tegra.
  • Geringe Leistungsaufnahe mit kurzen Spitzen und hohe Leistungsufnahme im normalen  Betrieb.
  • Microsoft erläutert Connected Standby auf der Build Windows.
  • Microsoft erläutert Connected Standby auf der Build Windows.
Microsoft erläutert Connected Standby auf der Build Windows.

Mit dem neuen Metro-Stil und seinem Entwicklungsmodell soll dabei sichergestellt werden, dass die Leistungsaufnahme konsistent niedrig gehalten wird und keinen großen Schwankungen unterworfen ist, wie es bei aktuellen Systemen mit Windows 7 der Fall ist. Dazu trägt zum einen die Abstraktion des Metro-API bei, zum anderen muss die Hardware mitspielen und sogenannte Miniports zur Kommunikation mit dem Power Engine Plugin (PEP) kommunizieren. Das soll dafür sorgen, dass die einzelnen Bestandteile eines Systems ihre Stromsparmodi sehr schnell wechseln können - 10- bis 100-mal in der Sekunde.

Zudem setzt Microsoft auf Wifi-Offloading, wobei ein großer Teil der Netzwerkfunktionen direkt an die WLAN-Karte ausgelagert wird. Sie sorgt dafür, dass Push-Benachrichtigungen empfangen werden, und aktiviert gegebenenfalls das System, das ansonsten schläft. Einige dieser Funktionen sollen auch dann verwendet werden, wenn das System aktiv genutzt wird. Laut Microsoft ist es denkbar, diesen Ansatz künftig auch im Desktopbereich zu nutzen. Derzeit konzentrieren sich die Entwickler aber auf mobile Geräte.

Metro-Design ist für Connected Standby gemacht

Das neue Metro-UI ist auf Connected Standby ausgelegt: Metro-Apps werden pausiert (suspended), wenn das System in den Modus Connected Standby wechselt. Dabei haben Apps aber die Möglichkeit, Hintergrundaktivitäten in Background-Tasks zu verschieben. Zudem können sie auf Nachrichten aus der Cloud reagieren, über die sie das Benachrichtigungssystem informiert. Auch geplante Aufgaben (Scheduled Tasks) lassen sich umsetzen.

Auf einen regelmäßig aufgerufenen Timer wird verzichtet, so dass das System nur dann reagiert, wenn neue Nachrichten eingehen. So können die Apps auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Die Kacheln des neuen Startscreens zeigen in der Folge sofort nach dem Einschalten neue Nachrichten und E-Mails an.

DAM für Win32-Applikationen

Dem alten Win32-API, das Windows 8 auch weiterhin unterstützt, um klassische Desktopapplikationen auszuführen, fehlen die entsprechenden APIs. Damit im Hintergrund laufende Win32-Applikationen die Anstrengungen zur Verlängerung der Akkulaufzeit nicht zunichte machen, führt Microsoft "Desktop Activity Moderation" (DAM) ein. DAM sorgt dafür, dass sämtliche Win32-Applikationen und -Dienste beim Wechsel in den Connected-Standby-Modus pausiert werden. Entwickler müssen sich dabei um nichts kümmern, können somit aber auch nichts daran ändern. Wer will, dass seine Applikationen im Connected-Standby-Modus aktualisiert wird, muss das Metro-API nutzen.

x86 und ARM

Connected Standby soll auf x86- und ARM-Systemen gleichermaßen funktionieren. Demonstriert wurde Connected Standby unter anderem auf einem Tablet-Prototyp mit Nvidias ARM-Prozessor Tegra, während Intel Connected Standby seinerseits auf dem IDF mit x86-CPUs zeigte.

Unabhängig von der verwendeten Prozessorarchitektur macht Microsoft Hardwareherstellern einige Vorgaben, um eine Zertifizierung für Connected Standby zu erhalten: Die Systeme dürfen in dem neuen Stromsparmodus maximal 5 Prozent Akkukapazität über einen Zeitraum von 16 Stunden benötigen. Anders gesagt: Microsoft peilt eine Standby-Laufzeit in dem neuen Modus von mindestens knapp zwei Wochen an.

Zudem müssen die Systeme nach dem Drücken der Power-Taste innerhalb von 300 ms das Display wieder aktiviert haben. Das Betriebssystem darf nicht von einer Festplatte mit rotierenden Scheiben gestartet werden, das Gerät muss die in NDIS 6.3 festgelegten WLAN-Funktionen (D0 Offloading, Wake on Push) und ein neues ACPI-5.0-Flag unterstützen, um zu signalisieren, dass es den ACPI-Modus S0 gegenüber S3 bevorzugt.

Das von Microsoft auf der Build Windows verteilte Samsung Tablet unterstützt noch kein Connected Standby.

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hanfman1950 18. Sep 2011

das hab ich mit meinem Laptop auch mit winxp gemacht dh ich hab ihn in glaub S4 Modus...

Anonymer Nutzer 17. Sep 2011

Ist schon die witzig die USA, mit ihren Rolling Blackouts...

chuck 16. Sep 2011

Strom zu sparen, ist für mich zum Luxus geworden, den ich mir gönnen _kann_ aber nicht...

Trollversteher 16. Sep 2011

Aus Deiner Sicht in Deiner Welt, wie's Dir gefällt...

ggggggggggg 16. Sep 2011

nö, in manchen Firmen gibt es tatsächlich Richtlinien dazu, dass man seinen PC über...


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