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Wifi-Gate: Google führt Opt-out für WLAN-Access-Points ein

Google schafft für Besitzer von WLAN-Access-Points weltweit die Möglichkeit, einer Nutzung der WLAN-Daten ihres Geräts im Rahmen von Googles ortsbezogenen Diensten zu widersprechen. Das Unternehmen folgt damit den Forderungen europäischer Datenschützer.
/ Robert A. Gehring
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Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Das als "Wifi-Gate" bekanntgewordene Datenschutzdebakel hat weitere Folgen. Wie Googles Datenschutzbeauftragter Peter Fleischer gestern in einem Blogeintrag mitteilte, will Google für die Nutzung der Funkdaten von WLAN-Access-Points eine Opt-out-Möglichkeit einrichten. Das Unternehmen komme damit "Forderungen mehrerer europäischer Datenschützer" nach, erklärte Fleischer(öffnet im neuen Fenster) . Nach einem Opt-out würden "unsere Dienste diesen Access Point nicht mehr nutzen, um den Aufenthaltsort eines Nutzers zu bestimmen" . Details über die konkrete Ausgestaltung des Opt-outs will Google im Herbst mitteilen, wenn der Dienst online geht.

Google war seit dem vergangenen Jahr wegen seines Umgangs mit WLAN-Daten kritisiert worden. Im Mai 2010 war bekanntgeworden, dass die Fahrzeuge, die für Googles Street-View-Dienst Daten sammelten, auch Teile der WLAN-Kommunikation in der näheren Umgebung erfasst und aufgezeichnet hatten. Google hatte zuerst erklärt, nur unwesentliche Fragmente des WLAN-Datenverkehrs erfasst zu haben, musste sich aber später korrigieren. Wie sich herausstellte, hatte Google unter anderem auch Passwörter und Teile von E-Mails aufgezeichnet.

Google erklärte damals zu seiner Entschuldigung, dass die Aufzeichnung versehentlich und ohne Wissen der Geschäftsführung erfolgt sei. Die Schuld habe ein Programmierer gehabt, der den WLAN-Code unerlaubt in die Software für die Google-Autos eingebaut hätte.

Datenschutzbehörden in verschiedenen Ländern hatten in der Folge Untersuchungen eingeleitet und zum Teil Sanktionen verhängt. In den USA wurde im Juli dieses Jahres eine Klage gegen Google wegen illegaler Abhörpraktiken zugelassen .


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