Ähnlich wie Kinect: Apple patentiert Gestensteuerung per Kamera
Das US-Patentamt hat Apples 2005 eingereichtes Patent " Three-dimensional imaging and display system(öffnet im neuen Fenster) " in dieser Woche anerkannt. Apples US-Patent mit der Nummer 8,018,579 beschreibt eine kleine Hardware zur Gestenerkennung. Mit einem Laser- oder Infrarotscanner und einer Kamera wird dabei ein Bereich vor dem Bildschirm erschaffen, in dem Hand- und Fingerbewegungen erkannt und zur Interaktion mit Objekten auf dem Bildschirm verwendet werden. Anstelle eines haptischen Feedbacks gibt es audiovisuelle Hinweise auf dem Bildschirm. So könnten etwa Tasten und Drehknöpfe auf dem Bildschirm bedient werden.
Apples Kamerasystem wird einer von Apples Grafiken aus der Patentschrift zufolge eher unter den Händen oder zumindest in deren unmittelbarer Nähe platziert und soll sie räumlich erfassen. Microsofts sehr ähnliches System Kinect befindet sich hingegen in einiger Entfernung zum Nutzer vor ihm, ist bisher auf der Xbox 360 eher für die Erkennung des ganzen Körpers gedacht. Am PC arbeiten Tüftler aber schon an nichtkommerzielle PC-Anwendungen, die mit Kinect auch Bewegungen einzelner Finger erfassen.
Während Microsoft mit Kinect vor allem auf Xbox-360-Spieler abzielt, dreht sich Apples Patentantrag gar nicht um Spiele. Stattdessen geht es um die Bedienung grafischer User Interfaces und um die Interaktion mit 3D-Objekten. Auch wenn Apple noch keine konkreten Produkte angekündigt hat, so wäre es zumindest denkbar, dass der Hersteller seine Kinect-ähnliche Technik direkt in Tastaturen integriert.
Patentlyapple.com hat sich näher(öffnet im neuen Fenster) mit dem Gestenerkennungspatent von Apple beschäftigt.
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