Skriptsprache: Javascript-Nachfolger von Google

In einer Keynote der Goto-Konferenz Anfang Oktober wird Google eine neue Programmiersprache vorstellen(öffnet im neuen Fenster) . Die Sprache Dart wird vorgestellt von Gilad Bracha(öffnet im neuen Fenster) , dem Erfinder von Newspeak(öffnet im neuen Fenster) und Mitautor der Java-Spezifikation, sowie von Lars Bak, dem Chefentwickler der V8-Javascript-Engine.
Dart als Javascript-Ersatz
Die neue Sprache für "strukturierte Webprogrammierung" soll einer geleakten Notiz(öffnet im neuen Fenster) zufolge die Nachfolge von Javascript antreten. Dart soll ähnlich einfach zu handhaben sein wie Javascript. Virtuelle Maschinen (VM) jedoch, die den Code ausführen, sollen wesentlich schneller arbeiten, als es mit Javascript möglich ist. Der Codename für Dart ist in dem Leak noch Dash.
Google strebt an, Javascript komplett durch Dart zu ersetzen. Für Browser, die keine Dart-VM implementieren, soll ein Cross-Compiler bereitgestellt werden, der Dart-Code in Javascript überführt. Da das Diskussionspapier von November 2010 ist, verweist Chrome-Entwickler Alex Russell(öffnet im neuen Fenster) jedoch darauf, dass sich viele Punkte seitdem in der Entwicklung geändert hätten. An den Zielen von Google, mit Dart Javascript zu ersetzen, ändert das wohl aber nichts.
Standard und Open Source?
Der Javascript-Erfinder und Technikchef bei Mozilla, Brendan Eich, glaubt nicht daran, dass Google plant, Dart als Standard vorzuschlagen. Denn einerseits stehe davon nichts in dem geleakten Dokument, andererseits würde ein zweiter Standard wohl nie vom ECMAScript-Komitee(öffnet im neuen Fenster) forciert werden, schreibt Eich in einer Hackernews-Diskussion(öffnet im neuen Fenster) .
Außerdem kritisiert Eich das Vorgehen von Google mit Blick auf die kommende Version ECMAScript Harmony. Mit Harmony sollen verschiedene Ansätze der Hersteller wieder vereint werden. "Es ist unwahrscheinlich, dass Dart uns helfen wird, schneller voranzukommen" , schreibt Eich. "Im besten Fall lenkt es ab, im schlechtesten Fall ist es ein Vertrauensbruch gegenüber den Mitgliedern" des Komitees.
Eich hofft jedoch, dass sich die Entwicklung von Dart doch noch zum Guten wendet. "Unternehmen bestehen aus Menschen, und ich hoffe, dass Google-Mitarbeiter auf der richtigen Seite des Konflikts hervortreten."



