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Internet Information Services (IIS)

Microsofts Webserver IIS soll im Windows Server 8 deutlich besser skalieren und die Verwaltung einer großen Zahl von Websites deutlich vereinfachen. Eine Hosting-Konfiguration mit 5.000 Websites, die im Windows Server 2008 R2 rund 1.400 MByte RAM benötigt, soll im Windows Server 8 mit 402 MByte auskommen. Änderungen an den Einstellungen der Websites nimmt der neue IIS rund 166-mal schneller vor als die alte Version.

Tausende Zertifikate in einem Rutsch

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Eine kleine, aber entscheidende Neuerung gibt es bei der Verwaltung von SSL-Zertifikaten. Es ist in Windows Server 8 möglich, SSL-Zertifikate zentral abzulegen und unter "Centralised Certificates" nach Ablaufdatum zu sortieren. Mit Scripten können zudem Warnungen rechtzeitig vor dem Ablauf eines Zertifikats verschickt werden.

Liegt eine Vielzahl an Zertifikaten auf einem zentralen File-Server, lassen sich diese mit wenigen Klicks den Websites zuweisen. Der IIS berücksichtigt dabei, dass jedes Zertifikat nur für einen bestimmten Domainnamen gültig ist, extrahiert diesen aus dem TLS-Handshake und verwendet dann das passende Zertifikat.

Echte Drosselung

Wer viele Websites auf einem IIS hostet, hat mit Windows Server 8 bessere Möglichkeiten, dafür zu sorgen, dass einzelne Websites nicht zu viele Ressourcen beanspruchen. Microsoft führt dazu ein Sandboxing via CPU Throttling ein. War es im Windows Server 2008 R2 nur möglich, einen App Pool, der über einen bestimmten Zeitraum eine zu hohe Last verursachte, abzuschalten, beherrscht Windows Server 8 eine echte Drosselung. Diese Drosselung greift nur dann, wenn die CPU ausgelastet ist. So wird die betroffene Website zwar langsamer, ist aber immerhin noch erreichbar, ohne dass andere Websites auf dem gleichen IIS leiden. Der Administrator kann im Log erkennen, wenn eine solche Drosselung greift.

Mehr Leistung bei mehr als 32 Kernen

Microsoft geht davon aus, dass ein Standardserver ("commodity server") im Jahr 2014 über 16 bis 64 Prozessorkerne, 64 GByte RAM und eine Netzwerkkarte verfügen wird, die einen Datendurchsatz von 40 GBit/s erreicht. Ein solcher Server soll dann 300 bis 1.500 US-Dollar kosten. Bei High-End-Servern rechnet Microsoft mit 256 bis 512 Prozessorkernen.

Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, die Skalierbarkeit des IIS zu verbessern, denn aktuell gehe die Leistung bei mehr als 32 Kernen sogar nach unten, sagte Bill Staples, General Manager der Azure Application Group. Die Zahl der Requests, die der ISS mit 64 Kernen in Microsofts Benchmark derzeit erreicht, liegt um 20 Prozent niedriger als bei gleicher Konfiguration mit 64 Kernen. Mit dem Windows Server 8 soll sich das ändern und die Leistung, gemessen in Requests pro Sekunde, mit 64 Kernen rund 52 Prozent höher sein als mit 32 Kernen.

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