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Kooperation mit Google: Das erste Intel-Smartphone läuft mit Android

IDF
Android für x86-CPUs ist fertig und Intel kann ein erstes Smartphone damit zeigen. Ab sofort wollen Google und Intel für Geräte mit Atom-Prozessoren eng zusammenarbeiten.
/ Nico Ernst
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Paul Otellini präsentiert das x86-Smartphone mit Android. (Bild: Nico Ernst / Golem.de)
Paul Otellini präsentiert das x86-Smartphone mit Android. Bild: Nico Ernst / Golem.de

Als letzten Gast seiner Eröffnungsrede für das Intel Developer Forum (IDF) begrüßte Intel(öffnet im neuen Fenster) -Chef Paul Otellini Google-Vize Andy Rubin, der für die Mobilabteilung des Unternehmens zuständig ist. Gemeinsam besiegelten die beiden Manager per Handschlag eine weitreichende Zusammenarbeit. Google will dabei unter anderem die vielen Eigenheiten der x86-Architektur auch ausnutzen und unterstützen.

Dass Google mit Intels Hilfe Android auf die x86-Architektur portiert , ist schon lange kein Geheimnis mehr – dass das mobile Betriebssystem schon auf serienreif aussehenden Geräten läuft, war dagegen eine Überraschung. Otellini zog dazu ein Smartphone aus der Tasche, das auf dem Atom-SoC Medfield basiert.

Mit diesem Gerät hatte Otellini zuvor schon die Vorführung einer Cloud-Anwendung gemacht, wie er als "one more thing" zum Abschluss seiner Keynote-Ansprache verriet. Der Intel-Chef sagte auch, die ersten Smartphones mit Atom-Innenleben sollten in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 auf den Markt kommen.

Bemerkenswert war aber auch, was Otellini nicht sagte – nämlich welches Unternehmen das Smartphone gebaut hat. Das ist ungewöhnlich, weil solche Entwicklungspartner von neuen Plattform von Intel fast immer auch prominent herausgestellt werden. Und auch im Smartphone-Geschäft ist das üblich, so wurde beispielsweise Nvidia nicht müde, stets LG als Partner für den Tegra 2 zu nennen. LG hatte damit weit vor der Markteinführung des Optimus Speed viel Aufmerksamkeit erregt.

Alle technischen Daten zum Medfield-Smartphone blieb Otellini schuldig, beim anschließenden Fototermin war das Gerät auch von der Bühne verschwunden. Immerhin war noch zu erfahren, dass das Demogerät mit Android 2.3 arbeitete. Das bisher von Intel unterstützte mobile Betriebssystem Meego erwähnte Otellini in seiner Rede mit keinem Wort.


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