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NoSQL-Datenbanken: MongoDB 2.0 optimiert Indizes

Die NoSQL -Datenbank MongoDB 2.0 hat weitere Optimierungen erhalten, darunter eine Reduzierung der Größe der Indizes. Zudem wurde die Stackgröße verringert, um den Speicherverbrauch zu reduzieren.
/ Jörg Thoma
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MongoDB 2.0 verringert den Speicherverbrauch der NoSQL-Datenbank. (Bild: 10gen)
MongoDB 2.0 verringert den Speicherverbrauch der NoSQL-Datenbank. Bild: 10gen

MongoDB 2.0 hat(öffnet im neuen Fenster) zahlreiche Optimierungen und Verbesserungen erhalten, um die Leistung der dokumentorientieren Datenbank zu erhöhen. Die Entwickler betonen vor allem die Optimierungen der parallelen Verarbeitung, etwa durch die automatische Beseitigung von Sperren nach Datenbankabstürzen. Dazu überwacht MongoDB den Speichercache.

Außerdem wurde die Größe der Indizes laut Hersteller um ein Viertel verringert. Dadurch können zusätzliche Indizes im Speicher gehalten werden. Auch die Standardgröße des Stacks wurde verringert, was bei zahlreichen Clientverbindungen den Speicherverbrauch reduziert, da jede Verbindung einen Thread benötigt. Die Entwickler weisen jedoch darauf hin, dass je nach Betriebssystem das Auslagern nicht benötigter Threads die Geschwindigkeit verringern kann.

Große Nachfrage nach dokumentenorientierten Datenbanken

Replikationssätze können je nachdem markiert werden, auf welchen Servern oder Racks oder in welchem Rechnerzentrum Daten liegen. Damit lassen sich Regeln auch ortsübergreifend auf spezifische Datensätze anwenden. Außerdem unterstützt MongoDB 2.0 komprimierte Journaling-Dateien. Journaling ist ab dieser Version standardmäßig aktiviert.

MongoDB-Hersteller 10gen hat inzwischen eine Finanzspritze von 20 Millionen US-Dollar von zahlreichen Investoren, darunter Sequoia Capital, erhalten. 10gen entwickelt den Kern der Datenbank unter der AGPL, bietet aber eine kommerzielle Variante samt Support und Schulungen an. Die NoSQL-Datenbank arbeitet dokumentenorientiert und verwendet statt Tabellen und Reihen dynamische Schemata.

Zu den Kunden von 10gen gehören inzwischen Disney, Foursquare, Ericsson und SAP. Laut Hersteller hat sich die Zahl der Kunden im Vergleich zum Vorjahr um 150 Prozent gesteigert. Eine Alternative zu MongoDB ist beispielsweise CouchDB.

MongoDB steht als Binärdatei für Windows, Mac OS X, Linux und Solaris in jeweils einer 32- und 64-Bit-Version zum Download bereit(öffnet im neuen Fenster) . Auf der Downloadseite ist auch der Sourcecode erhältlich.


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