Verhandlungen: Amazon arbeitet an E-Book-Flatrate
Amazon verhandelt mit Verlegern über ein unbegrenztes Verleihprogramm für E-Books gegen eine Jahresgebühr. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Kreisen. Der Internethändler plane eine Bibliothek mit älteren Buchtiteln, die für Nutzer von Amazon Prime zugänglich gemacht wird.
Amazon Prime bietet gegenwärtig für eine Jahresgebühr von 79 US-Dollar portofreie Lieferungen für Bestellungen bei dem US-Konzern und Zugriff auf die Streamingdatenbank von Kinofilmen und TV-Serien. Amazon Prime startete in den USA im Jahr 2005 und in Japan, Großbritannien und Deutschland im Jahr 2007. Frankreich bekam 2008 Amazon Prime. Im Februar 2011 wurde Amazon Prime um eine Bibliothek von 5.000 Videos erweitert .
Amazon bietet den Buchverlegern laut dem Bericht einen "substanziellen Anteil" an den Einnahmen aus dem Programm an. Die Zahl der monatlich verfügbaren Titel könnte zudem begrenzt werden, hat die Zeitung aus verhandlungsnahen Kreisen erfahren.
Ob es Amazon bereits gelungen ist, Verleger für das Programm zu gewinnen, sei unklar. "Damit würde der Wert des Buchgeschäfts heruntergesetzt" , sagte ein Verleger der Zeitung.
Im April 2011 hatte Amazon bereits eine E-Book-Verleihfunktion für den Kindle angekündigt. Über die Funktion Kindle Library Lending sollten Kindle-Besitzer Bücher aus 11.000 öffentlichen Bibliotheken in den USA ausleihen und auf ihrem Gerät lesen können. Damit die E-Books auf dem Kindle, der auf ein proprietäres Format setzt, verfügbar werden, arbeitet Amazon mit Overdrive zusammen. Das US-Unternehmen vertreibt E-Books, Hörbücher und andere digitale Inhalte.
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