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Interview

"Neue Konsolen werden derzeit nicht gebraucht"

Das Golem.de-Partnermagazin IGM hat mit den Chefs der drei Konsolenhersteller über den Wandel im Games-Markt und Strategien gesprochen. Im Interview: Dr. Bernd Fakesch von Nintendo, Uwe Bassendowski von Sony Computer Entertainment Deutschland (SCED) und Oliver Kaltner von Microsoft.

Artikel veröffentlicht am , Peter Kusenberg
Die Interviewpartner - von Nintendo, Microsoft und Sony Computer Entertainment
Die Interviewpartner - von Nintendo, Microsoft und Sony Computer Entertainment (Bild: IGM)

IGM: Herr Bassendowski, Herr Kaltner: Wann kommt die Playstation 4, wann kommt die Xbox 720?

Bassendowski: Diese Frage beantworte ich mit einer Gegenfrage: Was soll denn die Playstation 4 können, was die Playstation 3 nicht kann? Wenn man sich vergegenwärtigt, was die Playstation 3 heute technisch alles leistet, dann braucht man keine neue Konsole zum jetzigen Zeitpunkt.

Kaltner: Die Frage ist doch, welches Konsolenkonzept ich für die Zukunft brauche. Wenn man es nicht schafft, die Devices organisch miteinander spielen zu lassen, dann wird der Verbraucher nicht mehr zugreifen. Mit Devices meine ich PC, Notebook, Netbook, Tablet, Smartphone, alles, was wir Konsole nennen. Wir müssen an jedem Ort der Welt völlig frei entscheiden können, welche Spiele wir wann und wie spielen möchten. Wir glauben an das Ende geschlossener Systeme, die Geschichte der IT-Industrie hat das immer bewiesen.

  • Drei Spielekonsolen-Chefs im Interview: Oliver Kaltner von Microsoft, Dr. Bernd Fakesch von Nintendo und Uwe Bassendowski von Sony Computer Entertainment Deutschland (SCED)
Drei Spielekonsolen-Chefs im Interview: Oliver Kaltner von Microsoft, Dr. Bernd Fakesch von Nintendo und Uwe Bassendowski von Sony Computer Entertainment Deutschland (SCED)

IGM: Und wie sieht's mit der Wii U aus, Herr Dr. Fakesch? Die ist angekündigt, doch auf der Gamescom war davon nichts zu sehen.

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Fakesch: Es ist verfrüht, etwas zur Wii U zu sagen. Ich freue mich, in Deutschland noch einmal ein starkes Weihnachtsgeschäft mit der Wii und dem Nintendo 3DS zu haben. Die Wii ist auf einem sehr konsumentenfreundlichen Preis, wir besetzen in den letzten Monaten dauernd Top-Positionen in den Charts. Wir wissen von der Marktforschung, dass die Wii nach wie vor enormes Potenzial hat und sie in den kommenden Monaten stark nachgefragt sein wird. Wir brauchen die Wii U noch nicht, weil das Potenzial der Wii groß genug ist.

IGM: Apropos neue Konsole: Der 3DS kostet im Handel nur noch 169 Euro.

Fakesch: Ich bin froh, dass wir eine Preisreduzierung umgesetzt haben, diese ermöglicht es, das Gerät zu einem Preis anzubieten, der für alle Konsumenten attraktiv ist. Ich habe viel Kritik hören und lesen müssen, doch für Deutschland kann ich sagen: Wir haben einen sehr erfolgreichen Nintendo-3DS-Launch erlebt, der Handheld hat sich hierzulande beim Launch besser verkauft als vor sechs Jahren der Nintendo DS, und das trotz der völlig unterschiedlichen Preisniveaus. Der Nintendo 3DS ist im Handheld-Bereich die Zukunft für Nintendo.

IGM: Lohnt es sich überhaupt, ein Handheld auf den Markt zu bringen, wenn jeder zweite Teenager ein Smartphone hat, Herr Bassendowski?

Bassendowski: Eines ist klar: Playstation Vita steht für ein sehr intensives Spielerlebnis. Und ich glaube auch nicht, dass in den nächsten Jahren Publisher Spiele entwickeln werden, die von der Komplexität her das Niveau von Playstation-Vita-Titeln erreichen werden. Dann kommt hinzu, dass die Vita eine Technik enthält, die eine Kommunikation auf einer Gaming-Ebene ermöglichen wird. Das heißt, man kann Vita-User in der näheren Umgebung suchen, um Spielepartien zu starten. Außerdem wird es möglich sein, die Vita mit der PS3 zu koppeln, und das kann kein Smartphone und wird kein Smartphone in absehbarer Zeit können.

IGM: Microsoft muss sich wegen der Mobilkonkurrenz von Apple und Co. keine Gedanken machen, Herr Kaltner?

Kaltner: Unser Konzept ist eindeutig, wir reden über ein Ökosystem, wir füllen es mit Services. Welche Devices wir dafür brauchen, ist klar, das sind alle eingangs genannten Gerätekategorien. Die Xbox 360 ist nur ein Device von vielen. Wir haben hier auf der Messe Windows-7-Spiele vorgestellt auf dem Smartphone. Das ist für uns ein wichtiges Gerät, das sich ins Gesamtkonzept fügt. Das Gleiche gilt für Browsergames. Wir haben in Deutschland noch keinen gesättigten Markt wie in Japan, jede neue Form von Angebot ist eine Chance, den Gesamtmarkt zu erweitern und zu stärken.

IGM: Also ist die Playstation Vita auch für Sonys Mitbewerber begrüßenswert?

Fakesch: Herr Bassendowski wird die Playstation Vita nicht zu Weihnachten in den Handel stellen, wir werden also das Weihnachtsgeschäft im Handheld-Markt für uns alleine haben. Es ist schön, wenn man als einziger auf dem Markt ist.

Bassendowski: Diese Aussage überrascht mich, Herr Dr. Fakesch, denn wir wissen ja sehr genau, wo unsere jeweiligen Zielgruppen zu finden sind. Wir glauben, dass die Käufer der PS Vita sicherlich nicht jünger als 16 sein werden, unsere Ausrichtung wird eindeutig auf die Zielgruppe der 16- bis 28-jährigen jungen Männer fokussiert sein. Der DS wird ja traditionell stark in der Zielgruppe der Mädchen genutzt. Da gibt's derzeit kaum Überschneidungen.

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Die PS Vita und das Nintendo 3DS 
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tunnelblick 07. Dez 2011

na klar - mit dem berühmten xbox360-emulator :D du bist ja ein knaller. aber immerhin...

Paykz0r 18. Sep 2011

Ich kann mir auch vorstellen das es einfach mal irgend welche Guidlines von Sony sind...

zilti 17. Sep 2011

Yeah! Zeit für SEGA, wiedereinmal den Markt aufzumischen! *träum

zilti 17. Sep 2011

7 Spiele, ich muss doch schon sehr bitten ;)

Trollversteher 15. Sep 2011

Ich würde ja nichtmal 600 Euro für eine PS 4 bezahlen (so es sie denn eines Tages geben...


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